Personalisierte Bannerwerbung auf last.fm!
Aus MultimediaWiki
Kategorisierung des Users
Wie im Abschnitt „Nutzen/Möglichkeiten des Users bei last.fm“ beschrieben, zeichnet sich die Informationspreisgabe des Users bei last.fm durch wenige prägnante Angaben (Alter, Geschlecht, Wohnort/Land) aus. Das eigentlich ausschlaggebende Kriterium, der Musikgeschmack, ergibt sich dann aus den gehörten Songs und Künstlern und den daraus resultierenden Musikgenres. Anhand dieser vier Kriterien ist es last.fm sehr leicht möglich, die einzelnen User zu kategorisieren, sie also für bestimmte Werbesegmente einzuteilen. Daher fordert last.fm in seinem „Media-Kit“ potentielle Werbekunden auch direkt dazu auf, die Zielgruppe der Werbekampagne anhand dieser vier Kriterien einzugrenzen. Nun kann last.fm die Werbebanner den Usern effektiv und mehr oder weniger individuell zuteilen.
Umsetzung(sprobleme)
Der Erfolg dieser Methode ist zur Zeit noch begrenzt.
Da sich last.fm bzw. seine User größtenteils im alternativen gitarrenlastigen Musikbereich bewegen gibt es in diesem Bereich ein grosses Angebot an Werbebannern für Bands, Touren und Lifestyle. Hier werden die Werbebanner, wie man aus Eigenerfahrung berichten kann, auch effektiv zugewiesen.
Z.B. erhielt ein Profil aus dem gitarrenlastigen Bereich auch einen Werbebanner, der für ein alternatives Kleidungsversandhaus warb. Ist man Fan dieses Genres wird man somit überwiegend mit relevanter Werbung konfrontiert. Jedoch erstreckt sich die Spanne der Werbebanner lediglich im gitarrenlasteigen Bereich.
Andere Genres hingegen sind werbetechnisch überhaupt nicht abgedeckt. Die Ursache für dieses Problem liegt wohl nicht darin, dass last.fm die Werbebanner den einzelnen Seiten nicht richtig zuordnen kann, sondern dass seitens der Musikindustrie, aufgrund der starken Ausrichtung der last.fm Hörerschaft auf gitarrenlastige Musik, für diese Genres keine Werbebanner geschaltet werden.
Insofern wird beispielsweise das Profil eines „Hip Hop“ Fans trotzdem mit einem Werbebannern für eine Pop-Punk Band versehen. Auch wird auf einer Hip Hop Künstlerseite ein für die Zielgruppe unrelevanter Banner für eine Musikzeitschrift aus dem Bereich Metal angezeigt.
Das zweite Problem für personalisierte Werbung bei last.fm ist das scheinbar mangelnde Angebot an Werbung aus nicht englisch sprechenden Ländern (z. B. Kontinentaleuropa).
Als User aus Deutschland wird man hier zwar beispielsweise mit einer seinem Geschmack übereinstimmenden Tour konfrontiert, jedoch findet diese dann in den überwiegenden Fällen in den USA oder England statt.
Das dritte und letzte Problem besteht darin, dass die User, Angaben über die eigene Person nicht angeben müssen, man die relevante Werbekampagne hier also je nachdem nicht zuordnen kann. Da aber das signifikanteste Kriterium sicherlich der Musikgeschmack bildet, ist dieses Problem nicht so gravierend.
zurück zur Gliederung Social-Networking Plattformen - Nutzen und Möglichkeiten

