Corporate Blog
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Der Begriff
So unterschiedlich die verschiedenen Blogs und damit Blogger sind, so verschieden sind auch die Ansichten was ein Corporate Blog ist bzw. wie er sich zu nennen hat. Das Wort „Corporate“ deutet darauf hin, dass Corporate Blogs zur Corporate Communication gehören und somit Bestandteil einer planvollen Konzeption im Rahmen einer Corporate Identity sind. Diese Definition würde aber von vorne herein alle kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgrenzen, die oftmals nicht über ein solches überordnetes Konzept verfügen. Aus diesem Grund sprechen wir von allen von Unternehmen gestützten, gesteuerten oder auch genehmigten Blogs.
Corporate Blog ist weiterhin ein übergeordneter Begriff, der eine Vielzahl verschieden gearteter und gerichteter Blogs umfasst. Oft wird synonym die Bezeichnung Business Blog genutzt. Dieser Begriff wird allerdings auch oft für von Unternehmen unabhängige Blogs verwendet, in denen wirtschaftliche Themen von verschiedenen Experten diskutiert werden.
Mehr über Technik, Geschichte, Begriff und Messbarkeit unter dem allgemeinen Artikel Weblog
Ziele
Ein Corporate Blog wird von Unternehmen genutzt, um ihre Kommuniktation zu verbessern. Dabei können Themen wie Kundenbindung, Services, Hilfen zu Produkten, neue Projekte, Kundentestberichte, Meinungen etc. im Vordergrund stehen; denkbar wäre auch ein aktives Kundenbeschwerden-Management.
Mehr zu dem internen und externen Einsatzmöglichkeiten von Corporate Weblogs
CB als Werbeträger
Corporate Blogs sind eine eigene Kommuniktationsform, die die klassische Werbung unterstützen können. Besonders effizient können sie als Kommunikationsmittel z.B auch in unternehmerischen Krisensituationen eingesetzt werden. Einmal Grundsätzlich können Werbemöglichkeiten im WWW für eine Web-Site, wie auch die meisten Kriterien für die Gestaltung einer guten Web-Site, auch bei Blogs angewandt werden, aber einer größere Rolle spielt der Einsatz des CB beim viralem Marketing.
Finanzierung
Hier kann nicht von Finanzierung im üblichen Sinne gesprochen werden. Die Kosten, die bei der Einrichtung und dem Betrieb eines Weblogs entstehen sind in der Regel gering. Es wird ein Internetanschluss, ein Rechner, ein Browser, evtl. ein Editor benötigt. Wenn bereits ein eigener Internetanschluss vorhanden ist, kommen keine weiteren hohen Anschaffungen auf das Unternehmen zu. Allerdings ist ein Content Management System notwendig. Diese Software kann kostenlos oder für eine kleine jährliche Pauschale genutzt werden. Das Hosting der Blog-Dateien ist kostenlos, aber auch ein preiswertes Standardpaket kann erworben werden. Nur durch das Surfen können evtl. hohe Kosten entstehen, wenn kein preisgünstiger Zugang vorhanden ist und bei hohen Traffic fallen evtl. hohe Traffic-Gebühren an. Kosten für In-halte würden nur dann entstehen, wenn externe Inhaltelieferanten (Auto-ren, Texter, Fotografen, Zeichner usw.) benötigt werden. In der Regel ist aber dies nicht der Fall. Das Thema Finanzierung von Weblogs ist ein recht neues Gebiet, deshalb gibt es in diesem Bereich noch keine zu empfehlende Lösung. Diese Entscheidung kann nur individuell getroffen werden.
- kostenpflichtige Variante
- Spenden
- Anzeigenerlöse
- Prinversion
- Verkauf von Merchandisingartikeln
- Sponsoring
- Bücher
- Affiliate Programme
Potential
Chancen der gesellschaftlichen Entwicklung Web 2.0 ergeben sich einerseits aus der Professionalisierung in diesem Bereich und zeigen sich anderseits in der Veränderung von Konsumenten- und Unternehmenserwartungen oder -verhalten.
Der technische Fortschritt ermöglicht, dass das Web-Publishing auf der Anwenderebene angekommen ist. Das hält, wie auch das Wachstum des Telekommunikationsmarktes Chancen für Corporate Weblogs bereit.
Für die Bereiche Marketing, insbesondere virales Marketing und Werbung, stellt der Blog ein neues Instrument im Kommunikationsmix dar. Die gezielte und schnelle Möglichkeit zur Informationsdistribution hat Auswirkungen auf die Kaufentscheidungen der Konsumenten.
Potential ergibt sich auch aus dem Kommunikationswandel um dem gestiegenen Bedarf an Dialog und Interaktion gerecht zu werden.
Implentierungsbarrieren für Unternehmer nach Debbie Weil
- Bloggen kostet zu viel Zeit
- Gefahr durch Rechtverletzung
- Mitarbeiter verschwenden ihre Zeit
- Kontrollverlust oder Beschädigung der Marke durch das erlauben negativer Kommentare
- Was soll überhaupt geschrieben werden?
- Die Ergebnisse sind nicht messbar
- Technische Hürden
Eine ausführliche Beschreibung dieser Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten und eine Menge gute Tipps zum Einsatz von Coporate Blogs findet ihr in ihrem sehr empfehlenswerten Buch:
- Debbie Weil: The Corporate Blogging Book: The Corporate Blogging Book, Penguin Portfolio, o.O., August 2006, S. 37-49.
Beispiele für Corporate Blogs
(ein Blog von Frosta-Mitarbeitern)

