Affiliate Programme
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Der Begriff
Mit Partnerprogrammen sind „Revenue sharing programs", auch genannt "affiliate", "associate", "pay-per-sale" oder "pay-per-lead programs" gemeint. Dies ist für Eigner von Websites ein vorzüglicher Weg zu Einnahmen und zusätzlichen Inhalten zu gelangen. Sie sind mehr noch ein vorzügliches Werkzeug für Online-Händler ("merchants"), ihre Verkäufe zu steigern.
„Dabei schließt ein Anbieter von Waren oder Dienstleistungen (Merchant) eine Werbevereinbarung mit einem Affiliate, der eine Web-Site betreibt und dabei die Leistungen von Merchant anbieten soll.“ 1
Der Affiliate erhält entweder eine Umsatzprovision für dadurch erzielte Käufe oder eine Vergütung, die für jeden Click, der zur Web-Site des Merchants führt, bezahlt wird. In der Regel schließt der Merchant mit mehreren Partner-Web-Sites solch eine Vereinba-rung, um ein möglichst breites Werbe- und Vertriebsnetz zu errichten.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der US-amerikanische Einzelhandel, der oft mehr als 10.000 Affiliates im Internet-Shop hat. (vgl. Bütt-gen 2003, S.324). Solch ein Kooperationskonzept bringt beiden Parteien Vorteile. Der Merchant hat die Möglichkeit damit ein breites Vertriebsnetz aufzubauen und der Affiliate kann mit Hilfe dieser Partnerschaft unter Umständen die Besucher-aufkommen erhöhen. In erster Linie verfolgt aber der Affiliate mit diesen Kooperations-konzept seine ökonomischen Ziele.2 Auf dem deutschen Markt ist der Handelriese im Partnernetzwerk Firma Amazon.de. Siehe dazu im Anhang ein Interview mit dem Associates Manager Marcus Reichmann von Amazon.
Zwischen folgenden Varianten von Partnerprogrammen kann der Affiliate wählen:
Pay per Sale
Bei dem Verfahren Pay per Sale (Bezahlung pro Verkauf) wird eine Provision gezahlt, sobald durch eine Werbemaßnahme, wie die Einblendung eines Links oder einer Werbefläche, ein Verkauf zustande kommt. In der Regel handelt es sich bei dieser Provision um einen prozentualen Anteil des Kaufpreises. Der Online Buchhandel Amazon bspw. bezahlt Werbepartner, wenn über deren Seiten ein Kauf eines Artikels zustande kommt.
Ein Kunde besucht ihre Seite, bestellt dann bei Amazon.de und Sie erhalten dafür Werbekostenerstattung. Bei einer Prämie dagegen wird für den gewonnene Kunden eine einmalige Prämienzahlung fällig. Bei dem Pay-per-Click -Modell wird nicht nur für die Werbeeinblendung bezahlt, sondern für eine Aktion des Besuchers, dies bedeutet, dass die Bezahlung je Klick erfolgt. In der Regel wird zwischen 5 und 10 Cent je Besucher bezahlt. „Pay-Per-Click-Anzeigen werden 2006 im Marketing-Mix vieler deutscher Unternehmen weiter an Bedeutung gewinnen. Das geht aus einer Online-Umfrage des Marketing-Spezialisten MIVA hervor. Die zunehmende Bedeutung von Pay-Per-Click-Marketing spiegelt sich laut der Online-Umfrage in den entsprechenden Budgets wieder. So planen 27 % der Befragten eine Steigerung des Vorjahresbudgets für entsprechende Kampagnen um insgesamt mehr als 50 %.“ 3
Pay per Lead
Das Abrechnungsmodell Pay per Lead bedeutet: Bezahlung pro qualifizierten Kundenkontakt. Beim Pay per Lead wird ein fixer Betrag gezahlt, wenn z.B. durch eine Einblendung eines Links oder einer Werbefläche ein qualifizierter Kundenkontakt zustande kommt. Mit einem qualifizierten Kundenkontakt ist z.B. die Bestellung eines Newsletters, die Anforderung eines Katalogs oder eine sonstige Aktion gemeint. Die Provision ist übli-cherweise eine feste Summe (z.B. 50 Euro) oder prozentual vom Umsatz (z.B. 15%) berechnet wird.
Two-Tier Programms
Für jeden direkten Verkauf, der generiert wird , wird eine Provision fällig, sowie eine weitere Kommission für jeden Verkauf, den ein Affiliate erzeugt, der über einen Link von dem Blog gewonnen worden ist. Die Kommissionen belaufen sich üblicherweise um 15% für die direkten Verkäufe und um 5% für die Verkäufe der rekrutierten Affiliates.4
Obwohl Partnerprogramme aus der Sicht der Anbieter zu den effektivsten Marketing-Werkzeugen gehören, hat die Praxis gezeigt, dass dieses Modell immer wieder auf negative Kritik stößt.
Einer der wichtigen Gründe sind mangelnde finanzielle Anreize. Die Provisionen für pro User Visit sind so gering, dass der Aufwand und die erzielten Einnahmen in keinem Verhältnis zu einander stehen. Auch die Erreichung der richtigen Zielgruppe ist ebenfalls ein Problem. Die Praxis zeigt, dass die Erreichung der Zielgruppe noch sehr minimal ist. Aber auch die qualitativen Sites, sind heute nicht der Regelfall. Viele Affiliate Sites enthalten wenig Inhalt, aber eine Vielzahl von Anzeigen und Links zu verschiedenen Partnerprogrammen. Die Erlöse aus den Partnerprogrammen auf solchen Sites sind sehr gering, da diese wenig Traffic ha-ben, was aus mangelnden oder wenig qualitativen Inhalten resultiert. Aber trotz o. g. Probleme lässt sich in der tastsächlichen Entwicklung noch kein Wachstumsende darstellen. So wächst der größte Partnerprogramm-Abwickler Linkshare noch immer in erstaunlichem Tempo.
Auswahlkriterien seitens der Affiliates
1). Verkaufs- und Bestellstatistiken
Das Programm sollte online und real-time Statistiken zur Verfügung stel-len, in denen der Partner jederzeit nachschauen kann, welche Verkäufe oder Click Throughs über seine Seiten erfolgt sind. Vorteilhaft wäre wenn diese, nach den einzelnen Seiten oder Links differenziert werden. Ein gu-tes Beispiel dazu ist die Amazon.de, die regelmäßig Reports per E-Mail verschicken. Diese Reports helfen die Effektivität der Bemühungen des Partner zu verbessern und sind aus der Sicht der Partnerprogrammanbie-ter auch eine Motivationshilfe für den Partner.
2). Auszahlungsregel
Bei ausländischen Partnern, ist zu achten, dass die Scheck- oder auch die Überweisungsgebühren meist so hoch sind, dass der Erlös zu den anfal-lenden Gebühren in keiner Relation steht!
3). technische Möglichkeiten
wie
- aktualisierte Banner und Textanzeigen, eventuell sogar auf Wunsch des Partners kostenlos angefertigt,
- monatliche Newsletter,
- Hinweise auf erfolgreiche Partner und ihre Methoden, Diskussionslisten,
- die automatische Generierung von Code sein,
- Erlaubte und technisch mögliche Verknüpfungen auf Unterseiten des Partnerprogrammanbieters usw. sind hilfreich und zeichnen vorzügliche Partnerprogrammanbieter aus.
4). Eine schnelle und kompetente Betreuung
bei der Förderung ihres Programmes per E-Mail, Fax oder Telefon ist ebenfalls sehr wichtig. Gute Partnerprogrammanbieter freuen sich über Anfragen ihrer Partner und be-antworten sie unverzüglich. Es ist empfehlenswert, vor dem Eintritt in das Partnerprogramm sich mit ein, zwei Fragen an den Anbieter zu wenden, um zu sehen, wie schnell und kompetent reagiert wird.
5).Thematische Nähe
Die vom Partnerprogramm angebotenen Dienstleistungen oder Produkte sollten zum Thema des Weblogs passen Die Werbung sollte Zielgruppenah sein.
6). Einfacher Einbau
Die zu verwendenden Links und Graphiken sollten sich schnell in die Sei-ten einbauen lassen, sie zum Layout passen oder anpaßbar sein. Die zu verwendenden Graphiken sollten in einer großen Auswahl zur Verfügung stehen, damit thematisch und zum Design passende Graphiken ausge-wählt werden können und die Nutzer nicht überall auf dieselben Graphiken stoßen. Der Einbau der Links und Graphiken sollte mit der verwendeten Programmiertechnik, der Software oder dem Redaktionssystem kompati-bel sein.
7). Referenzen
Gute Partnerprogramme nennen erfolgreiche Affiliates. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, können diese mit Hilfe der Suchmaschinen auswen-dig gemacht werden und nach ihren Erfahrungen gefragt werden.
8). Verdienstmöglichkeiten
Verdienstmöglichkeiten hängen nicht nur von der Attraktivität der Produk-te und Dienstleistungen des Partnerprogramms und dessen Angeboten ab, sondern auch von Eigenheiten der Partner-Site, vor allem den erreichten Zielgruppen, dem Grad der Fokussierung der Site auf bestimmte Themen und dem Verkehr auf der Website. 5
Viele Wege führen nach Rom. Für welchen der hier beschriebenen Einnahmemöglichkeiten für ein Blog sich das Unternehmen oder Privat-Blogger entscheidet, sollte individuell entschieden werden. Hilfreich wären die Erfahrungen mit Werbung auf Websites.
Quellen
1 Fritz, Wolfgang, Internet-Marketing und Electronic Commerce, Wiesbaden 2004, S. 182.
2 Vgl. Fritz, Wolfgang, Internet-Marketing und Electronic Commerce, Wiesbaden 2004, S. 182.
3 Www.abakus-internet-marketing.de/seoblog/ondex.php?itemid=704, Datum des Zugriffs: 30.Okt.2006.
4 Vgl. www.abseits.de, Datum des Zugriffs: 22.Nov.2006.
5. Www.abseits.de, Datum des Zugriffs: 12.Nov.2006; www.e-commerce-blog.de, Datum des Zugriffs: 12.Nov.2006.
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Siehe auch Affiliate Marketing

