„Ich bin neu in Second Life und weiß nicht, was ich machen soll“ oder „Was ist das denn hier genau?“ – solche Feststellungen brandneuer Second-Life-Benutzer dürften am Eröffnungsabend auf „Neu De Island“ noch häufiger gestellt worden sein. Schon kurz nach 18 Uhr tauchten die ersten User beim Eröffnungsevent auf der Insel auf, die in den letzten Wochen für das Unternehmen geschaffen wurde. Der Einstieg geschieht hier nach der Anmeldung über den „Landing Place“, auf dem Wegweiser und ein Teleporter zu den Sehenswürdigkeiten des Eilands aufgestellt sind.

Bereits hier erwartete ein Team aus sechs Mentoren die Neuankömmlinge, das für Fragen und Erklärungen zur Verfügung stand. „Die Klassiker sind eigentlich: Wie komm ich an Geld? Wo sind die Frauen? Was muss ich hier machen? Ansonsten werden technische Fragen gestellt“, berichtet Mentor Anders Nordberg über die häufigsten Fragen der Benutzer. Bei denen kam das neue Leben ziemlich gut an. „Es gefällt mir, SL scheint ja ganz lustig zu sein“, fand MAXtheCat Whitfield, der gerade erst auf der Insel angekommen war. „Ich bin immer für was neues“, erzählt Solomon41 Bade, „und dachte mir: ausprobieren kannst du es ja“. Sein erster Eindruck: „Ich finde es super“, sagte er, und liegt später auf einem Liegestuhl am Strand.

Während er auf der Website nicht selten vergeblich auf Antworten von jungen Damen gewartet hat, erscheint ihm die Kontaktaufnahme im zweiten Leben schon jetzt deutlich einfacher. Nicht nur am Lagerfeuer nebenan wurde die Gelegenheit zum ersten Smalltalk genutzt, sondern auch in der Diskothek, dem „Fancy Tribehouse“, wo am ersten Abend DJ Bogus Curry live auflegte. Und auch weiterhin soll hier Musik und reichlich gute Laune geboten sein.

Genauso wie im malerischen New Port Haven: Zum Chillen und Unterhalten gibt es aber noch eine weitere Location: Die Sunset Lounge mit weichen Sofas als Sitzgelegenheit und einer großen Terrasse. Eine eigene Shopping Mall bietet zudem Gelegenheit zum Einkaufen. :
Das Team von Neu.de hat es einige Mühen gekostet, bis die Insel so beschaffen war, wie man sie sich vorgestellt hatte. „Zu zweit haben wir 70 Tage gebraucht“, erzählt Manou Lamont, verantwortlich für Projektführung und Markenmanagement bei neu.de . Gemeinsam mit ihrem fünfköpfigen Team hatte sie die Idee zu Neu De Island. Daran, dass ihr der Gedanke, eine Second-Life Repräsentanz zu eröffnen, am 24. Januar zum ersten Mal kam, erinnert sie sich genau. Sie sieht großen Nutzen in dieser 3D-Welt. „Hier ist es noch persönlicher, noch netter und einfacher in Kontakt zu kommen“, sagt Manou Lamont. Die Präsenz in Second Life habe auch nach dem ersten Kennenlernen noch Vorteile: „Die Leute können hier ja quasi zusammen Probeleben“, glaubt sie. Die Arbeit an der Insel lohnt sich für Manou Lamont selbst aber auch noch in anderer Hinsicht, denn ihre Diplomarbeit wird sie ebenfalls einem Thema widmen, das mit Second Life, dessen Marketingmöglichkeiten und Kommunikationsmöglichkeiten zu tun hat. Ersetzen soll Neu De-Island die Website www.neu.de aber nicht. „Das ist nur als zusätzlicher Service gedacht“, sagt sie.

Noch bis zum späten Abend tummelten sich zahlreiche User auf der Insel – zu entdecken gibt es hier schließlich genug.