RENZ International ist “eine international aufgestellte Unternehmensgruppe mit elf Tochterfirmen in verschiedenen Ländern.”
Weiter heißt es auf der gerelaunchten Website:
“Durch jahrzehntelange Erfahrung in Entwicklung und Herstellung von Binde- und Laminiersystemen ist RENZ® heute mit seinen Qualitätsprodukten einer der anerkannten Weltmarktführer. Mit dem Hauptsitz in Deutschland und eigenen Tochterfirmen in USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Tschechien, Argentinien, Brasilien, Australien, Türkei, Italien und Finnland, ist RENZ® weltweit vertreten.”
2006 gab es hier im Multimediablog schon mal einen Post zur Website des Unternehmens.
Damals fiel RENZ negativ auf, weil die Website (selbst für damalige Verhältnisse) mehr als veraltet war.
2009, satte drei Jahre später also, bessert RENZ nach und relauncht die Website.
Einige Dinge fallen dabei durchaus positiv auf.
Einige Dinge sind aber auch unverständlich.
Positiv fällt zunächst einmal die einigermaßen übersichtlich ausgefallene Startseite auf.
Weiterhin bietet das Unternehmen unter der Kategorie Download & Support Prospekte zum Download sowie Anleitungen, Videos und einen geschützten Bereich an. Die Videos sind sogar als Stream direkt in die Seite eingebunden.
Zu den unverständlichen Dingen zählt der Newsletter. So heißt es z.B. in der vorliegenden Pressemitteilung von RENZ:
“Außerdem ist angedacht, ein professionelles Newslettersystem zu integrieren, um Dialoge zu fördern.”
Meiner Meinung nach ist so ein Newsletter ist natürlich in Zeiten von Blogs, Podcasts, Twitter & Co. zum Zwecke des Kundendialogs überhaupt nicht mehr zeitgemäß!
Unverständlich für mich ist weiterhin das angebotene Kontaktformular.
Beim Ausfüllen des Kontaktformulars muss man keine Nachricht hinterlassen, wenn man nicht möchte. Komisch.
Positiv nachgebessert hat Renz insofern, dass das Kontaktfeld nicht, wie noch 2006, auf eine beliebige Seite verweist (weil wahrscheinlich via Werbung finanziert).
Stattdessen klärt Renz den User darüber auf, das Unternehmen würde sich “umgehend” mit dem Kunden in Verbindung setzen. Das ist allerdings bis jetzt, innerhalb von einer Woche (!), nicht geschehen.
Fakt ist: RENZ hat für mich die Chance vertan, in 2009 eine konsequente up-to-date Mediastrategie vorzulegen.
Das derzeitige Online-Angebot, welches ausschließlich innerhalb der eigenen Website stattfindet, schafft meiner Meinung nach höchstens das Minimum dessen, was ein Weltmarktführer heute in diesem Bereich leisten muss.
Das führt dann auch zu nicht eindeutigen Suchergebnissen z.B. bei Google.
Abgrenzung gegenüber Unternehmen mit ähnlichem oder gar gleichem Namen, aber völlig anderen Produkten sieht anders aus!
Andererseits ist es für RENZ auch nicht zu spät nachzubessern. Die Grundlage für weitere Aktivitäten ist geschaffen.
Ein gutes Beispiel hierfür ist Westaflex, über die es ebenfalls bereits einen Post hier im Multimediablog gibt. Westaflex nutzt auf vorbildliche Weise bereits eine Menge zusätzlicher Kanäle wie Blog, Twitter, Google Profile, eine eigene Podcast Seite (der Westaflex Podcast!), u.v.v.m.!
Wer sich für die weiteren Social Media Aktivitäten von Westaflex interessiert findet diese gebündelt im öffentlichen Xing Profil des Westaflex CEO Jan Westerbarkey.
So muss die Online Strategie deutscher Weltmarktführer heute aussehen!