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Master Thesis Enterprise 2.0

Ibrahim Mat hat uns seine sehr interessante Master-Thesis zum Thema


„Enterprise 2.0 – Ein Rahmenmodell zur Identifizierung von Problemfeldern für die Einführung von Enterprise 2.0 aus Sicht der Unternehmensführung“

zu Verfügung gestellt.

Hier ein kurzer Auszug aus der Arbeit.
(Die vollständige Arbeit kann unten eingesehen werden)

„Die klassische Kommunikationskultur von Unternehmen ist geprägt, durch mechanistische Grundlehren aus der Zeit der industriellen Revolution, in der der Mitarbeiter lediglich als eine auf sein physisches Handlungspotential reduzierte Maschine betrachtet wurde -analytisch berechenbar und durch externe Einflüsse exakt zu steuern.

Diese ausgedienten Organisationskonzepte beeinflussen heute immer noch in bedeutsamer Weise Organisationen. Im Gegensatz hierzu stehen die Ideologien und Ansätze des Web 2.0, die zunehmend auch auf betrieblicher Ebene Verbreitung finden. Web 2.0 setzt auf die Kreativität, Partizipation und Selbstorganisation der Mitglieder. Unter dem Namen Enterprise 2.0 findet diese Ideologie Einsatz in Unternehmen. Der Fokus der Unternehmensführung beschränkt sich jedoch zurzeit primär auf die technologischen Aspekte von Enterprise 2.0. Enterprise 2.0 ist aber vielmehr als nur die Sammlung neuer technischer Anwendungsmöglichkeiten. Enterprise 2.0 ist eine ganzheitliche Unternehmensphilosophie, das auf flache Hierarchien, Selbstorganisation und die Partizipation ihrer Mitglieder setzt und die Technologie als Hilfsmittel in diese Prinzipien integriert. Die auf dieser Philosophie basierende neue Form der vernetzten und selbstorganisierenden Arbeitsweise wirft so Fragen, in Bezug auf die Vereinbarkeit dieser, mit einem auf traditionellen Organisationskonzepten basierenden Führungsverständnis auf und schafft vor allem Herausforderungen in den Bereichen der Unternehmensorganisation und -kultur. Autoritäre Führungskonzepte, die auf Kontrollmechanismen und starre Hierarchien setzen, führen vor allem in wissensbasierten Organisationen zur Verringerung der Arbeitsmotivation und der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.6 Enterprise 2.0, das auf die Kreativität und Leistung der Mitarbeiter setzt, erfordert ein neues Organisations-, Kultur- und Führungsverständnis, das auf mehr Transparenz und Vertrauen basiert.

Ziel ist die Unterstützung der effektiven Leistungserbringung der Mitarbeiter. So nimmt der Wandel der Unternehmensdimensionen „Organisation“, „Kultur“ und „Führung“ eine Schlüsselrolle für die nachhaltige und erfolgreiche Einführung von Enterprise 2.0 ein.“

Ibrahim zieht schließlich folgende Erkenntnis:

„Im Rahmen der Ausarbeitung der Dimensionen ist deutlich geworden, dass der Wandel zum Enterprise 2.0 eine konsequente Evolution in den Dimensionen der Organisation, Kultur und Führung benötigt. Es ist zwar zu erwarten, dass mit zunehmender Durchdringung von Web 2.0-Technologien auf gesellschaftlicher Ebene, die Nutzung dieser Anwendungen auch auf betriebliche Ebene übertragen werden, doch nur durch eine konsequente Unterstützung der Entwicklung, der im Rahmenmodell vorgestellten Dimensionen, kann deren effektive Nutzung gewährleistet werden. Dies gilt vor allem in Hinblick auf die Unterstützung von flexiblen und wissensintensiven Organisationen. Bleiben die Dimensionen der Organisation, Kultur und Führung vom Wandel unberührt, wird der Einsatz von Enterprise 2.0 in Unternehmen scheitern.“


Enterprise 2.0 – Ein Rahmenmodell zur Identifizierung von Problemfeldern für die Einführung von Enterprise 2.0 aus Sicht der Unternehmensführung

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