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Der Weg zum Enterprise 2.0: Tipps für Unternehmen: 5. Usability

Gute Usability fördert Akzeptanz

Gute Usability fördert Akzeptanz

Es ist eigentlich selbstverständlich, dass jede Software über eine gute Usability verfügen sollte.
Allerdings stellt man immer wieder fest, dass viele Anwendungen noch weit von “Benutzerfreundlichkeit” entfernt sind. Beim Roll-out neuer Anwendungssysteme stehen der Zeit- und Kostendruck immer konträr zur Optimierung der Usability.
Echte Usabilityforschung (z.B. mit Eyetracking) ist eher selten im Umfeld des Software -Engineerings. Bei den meisten Softwareanwendungen, die in großen Unternehmen eingesetzt werden, sind (zumindest beim Customizing) eigene, unternehmensinterne Abteilungen (meist die O&I = Organisation & Information) steuernd beteiligt. Diese wiederum unterliegen oft einem verstärkten Kostenzwang – auf diese Weise schließt sich ein Teufelskreis.

Bei den meisten DAX-Unternehmen kommen offizielle Softwareupdates von Standardanwendungen meist erst mit einer Verzögerung von 2 – 3 Jahren an. Dies liegt zum Einen an den komplexen Unternehmensstrukturen und den Abhängigkeiten verschiedener Applikationen untereinander. Zum Anderen sind die Updatekosten, gemessen an den Effizienzsteigerungen, für tausende Mitarbeiter nicht unerheblich.
Somit werden Usability-steigernde Updates möglichst weit hinausgezögert.

Sollen komplett neue Anwendungssysteme, wie z. B. Web 2.0 – Tools in das Unternehmen integriert werden, so ist es wichtig auf hohe Usability-Standards zu achten.

Dazu gehört z. B. ein möglichst einfacher Anmeldeprozess für die Applikationen. Dies bedeutet ein automatisiertes, einfaches Personalisieren der entsprechenden Site, so dass der Nutzer sich vor der eigentlichen Dateneingabe nicht umständlich verifizieren muss. Auch aus Sicherheitsgründen ist dies sinnvoll, da bei geschäftskritischen Anwendungen das entsprechende Nutzerpasswort in der Regel monatlich geändert werden muss.

Häufig zeichnen sich moderne Web 2.0 Anwendungen dadurch aus, dass mittels AJAX die Eingabeprozesse einfacher und schneller möglich sind. Bisher haben AJAX-Anwendungen bei großen Unternehmen leider noch keine große Relevanz. Das liegt auch häufig daran, dass die Updates der neusten Programme um die o.g. 2 – 3 Jahre verzögert sind.

Durch gute Usability in Kombination mit Top Down Führung und einer entsprechenden Unternehmenskultur wird Enterprise 2.0 möglich

Um die Benutzer in den Unternehmen zu einer intensiven Mitarbeit bei den neuen Web 2.0 Applikationen zu motivieren, ist eine sehr einfache Usability eine grundlegende Voraussetzung.

Auch hier schließt sich wieder ein Kreis: In den Teilen „2. Top Down“ und „3. Unternehmenskultur“, ging es u.a. darum, wie man Web 2.0 Tools im Unternehmen auf Mitarbeiterseite implementiert.

Fazit war schon in diesen beiden Teilen: Ohne die nötige Unterstützung, Offenheit und Akzeptanz bei Management und übrigen Mitarbeitern – kein Enterprise 2.0 !

Nur durch positive User Experience aufgrund guter Usability lässt sich Akzeptanz schaffen!



Dominik Bernauer


Bernd Schmitz

Die Artikel der Serie im Überblick:

  1. Einführung
  2. Systemverfügbarkeit
  3. Top Down
  4. Unternehmenskultur
  5. Sicherheit
  6. Usability
  7. Integration
  8. Training
  9. Koordinierung
  10. Externe Beratung
  11. Budget

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6 Comments, Comment or Ping

  1. JWD

    Hallo zusammen :-)
    Eure Feststellung kann ich nur bestätigen, obwohl sich heute schon viel Blödsinn und Ablaufschleifen in Prozessen auch noch in Software-Code gießen und zementieren lässt!
    Wir nutzen heute Oberflächen/Werkzeuge, die sich auf Linux und Smartphones einsetzen lassen. Windows basierte Angebote, wie auch nur Internet Explorer optimierte Plattformen lehnen wir ab. Alle Werkzeuge zeichnen sich durch umfangreiche Text-, Bild- und Datenbank-Schnittstellen z.B. zur DB2 aus. So lassen sich automatisiert Wasserzeichen einbinden, die den/unseren Ursprung bezeugen. Grundsätzlich stehen unseren Mitarbeitern alle Webseiten ohne Einschränkungen zur Verfügung.
    Unser Fazit: Alle Werkzeuge mit starken Metatag-Optionen und individuellen Start-Eingangsoberflächen. Gut geeignet sind Tools, die gewohnte Handhabung nachbilden, wie etwa Google Suchleisten oder Explorer Dateibaum. Ein besonderes Anpassen mit Firmenlogo etc. ist übrigens gar nicht wichtig! Viel wichtiger sind gleiche Menüführung und “Behinderten Optionen”, wie Lupen-Vergrößerung usw..

    Und es wird auch das bewusste “offline gehen” geben müssen, obwohl die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen.

    Gruss!
    Jan

  2. Hallo Jan,

     

    vielen Dank für Deinen Kommentar!

     

    Wenn Du schreibst ihr nutzt keine Internet Explorer optimierten Tools, trifft das auch auf Microsoft Exchange Server zu?

     

    Ich finde Deine Erfahrungen bzgl. Firmenlogo interessant. Wodurch ist die Erkenntnis entstanden, dass das gar nicht so wichtig ist?

    Viele Grüße

    Dominik

Reply to “Der Weg zum Enterprise 2.0: Tipps für Unternehmen: 5. Usability”




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