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Der Weg zum Enterprise 2.0: Tipps für Unternehmen: 1. Systemverfügbarkeit

Eine Verwendung von Web 2.0 Anwendungen in der täglichen Arbeit in großen Unternehmen setzt voraus, dass solche Systeme für alle Mitarbeiter verfügbar sind. Sinnvollerweise sollten diese im bzw. über das Intranet nutzbar sein. Sind einzelne Systeme im Extranet (=WWW) (meist eher die Ausnahme), so spielen die Einstellungen der Firewall und des Proxyservers eine relevante Rolle, damit alle Funktionen der Anwendungen auch nutzbar sind.

Ein Bestandteil von Enterprise 2.0 sind soziale Netzwerke. Damit können Mitarbeiter sich mit einem persönlichen Profil vorstellen, mit anderen Mitarbeitern (Kontakten) vernetzen und in Gruppen „organisieren“. Um eine gute Akzeptanz unter den Nutzern zu bewirken sollten auch privat-soziale Aspekte in der Datenprofilierung möglich sein.
Beispielsweise kann die Angabe von einem Hobby auch ein Ansatzpunkt für eine Diskussion mit Kollegen sein. Das sich Mitarbeiter auch schon Heute während Ihrer Arbeitszeit über private Themen unterhalten ist logisch und bekannt. So lange aber die Arbeitsziele erreicht werden, ist die „private“ Kommunikation eine Form der Höflichkeit und unterstützt das gute (Kommunikations-) Klima.

Ein weiteres Ziel  solcher Netzwerke ist die einfache Erfassung von Zuständigkeiten und Inhalten. Ein gutes Beispiel für ein umfangreiches Profil bieten Xing oder LinkedIn.

Aber Vorsicht: Ein Profil wie Xing oder LinkedIn es bieten, ist meist nicht das, was Unternehmensintern zum gewünschten Erfolg führt.

[ Siehe hierzu den Post von Frank Wolf auf www.besser20.de : "Soziale Netzwerke im Unternehmen: Warum XING das falsche Vorbild ist“ ! ]
Die Liste der möglichen weiteren Anwendungen ist lang. Jede von ihnen hat bestimmte Vor- und Nachteile und muss an das Unternehmen, dessen Größe und Branche angepasst werden:

  • Forum
  • Wiki
  • Weblog
  • Mikroblogging (z.B. Twitter)
  • Social Bookmarking
  • Tagging
  • Social Networking
  • Virtuelle Welten (z.B. Second Life)
  • Geopositioning
  • Slidesharing
  • Podcasting / Videocasting
  • Videostreaming
  • virtuelle Konferenzen
  • RSS-Feed
  • Mashups

Und wenn man folgende Grafik von Fred Cavazza betrachtet wird klar, dass die Auswahl von (sinnvollen) Tools durchaus komplex ist. Sie ist nicht im „vorbeigehen“ möglich, sondern erfordert und setzt voraus, dass da jemand im Unternehmen ist, der sich mit der Materie Web 2.0 auskennt und regelmäßig aktiv beschäftigt.

von Fred Cavazza

Social Media Landscape von Fred Cavazza

Je nach Unternehmen sollten solche Systeme bereit stehen. Da es für die meisten dieser Anwendungen Open Source Produkte gibt, ist hier nicht zwangsläufig mit hohen Investitionskosten zu rechnen.
Nennenswert sind bei den Kosten eher der (Applikations-) Service sowie das –Hosting. Bei der Dimensionierung können die (meist skalierbaren) Systeme in einer „schmalen“ Startkonfiguration installiert werden. Wichtig ist aber, dass die Systeme vor dem eigentlichen Start / Rollout vollständig nutzbar sind!

Dominik Bernauer

Bernd Schmitz

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