Canon HF11 Videokamera in Full HD und die ersten Erfahrungen
Die Eckdaten der neuen Genaration für Videokameras von Canon haben mich überzeugt. Full HD und externer Mikrophoneeingang. Okay es ist ein Wagniss mal wieder was Neues zu testen aber ich bin ja an solchen neuen Techniken immer interessiert.
Und das habe ich mir angeschafft, das aktuelle Top Modell, die Canon HF 11
Nach den ersten Erfahrungen habe ich auch auf Amazon meine Rezension gepostet. Diese wurde in Twitter auch hier gefunden.
Erste Rezension:
Noch nicht ausgereift!!!! ABWARTEN und Finger weg,
Die Kamera ist in der Bedienung klasse. ABER: Es ist derzeit nicht für mich möglich gewesen die ersten Aufnahmen auf den Rechner zu kopieren. Ich habe 2 Windows XP und 1 Mac OX X mit 10.5 Rechner versucht, alle haben versagt. Die Filmdaten werden in Teilen auf der Karte oder dem internen Speicher gespeichert (in einem eigenem Format!!!). Einfach kopieren ist nicht (Was ich erwartet habe) Es gibt eine nichtausgereifte Software mit Names Pixelio Version 3 zur Kamera. Die nur auf Windows geht! – Kein Mac
. Und die Daten werden zwar in irgendeine interne Bilbiothek gespeichert, sind aber nicht exportierbar. Auf meinen Windows Notebook wurden 30 GB Platz verbraucht, die Filme sind nicht exportierbar und der Plattenplatz nicht mehr verfügbar. Ich kann die auch nicht mehr löschen. Halt ein Mist-Stümperhaftes Programm. Auf dem Mac erkennt iMovie die Kamera zwar sofort ohne weitere Software und fängt an zu importieren, scheint aber die (auf der Kamera) komprimierten Filmdaten zu rippen und damit um einen heftigen Faktor zu vergrößern. Eine 2 Stunden HD Aufnahme in der 2. besten Einstellung 12 MB / Sek. wurden nach 7 Stunden IMPORTZEIT (PowerBook Pro Dualcore 2,13 Intel 4 GB Ram) abgebrochen weil der Plattenplatz nicht reichte…. ich hatte 30 GB frei und auf der Kamera waren nur 12 MB Quellmaterial. Somit bin ich nicht nur sauer, sondern kann die Aufnahmen nicht weiterverarbeiten. Ich weiß jetzt gar nicht wohin ich die Aufnahmen speichern soll, um für Neue Platz zu machen, Echt Scheiße das Canon mal wieder ein unfertiges Produkt auf den Markt schießt!!!! FINGER WEG!!!! Ich habe die erstmal in den Schrank geworfen und warte ab
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Darauf hin gab es eine weitere Rezension:
Keine ausgereifte Software und keine Hilfe von Canon, 3. Januar 2009
Von Mac (Köln) – Alle meine Rezensionen ansehen Ich beziehe mich auch auf die Rezession von Herrn Schmitz. Die Kamera ist in der Qualität der Bedienung, der Aufzeichnung, des Zubehörs und auch der Robustheit in unseren ersten Eindrücken sehr gut (wir filmen seit ca. 2 Jahren mit einer Sony mit einem Disc System). Wir haben die Canon Mitte Dezember als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk angeschafft. Leider sind wir auf dieselben Probleme wie Herr Schmitz gestoßen. Die Aufnahmen lassen sich nicht bzw. nur in unakzeptabler Größe bzw. Qualität auf unseren MAC Book Pro (4 GB Arbeitsspeicher, ca. 1 Jahr alt) laden. Die mitgelieferte Software läuft nur auf Windows und auch nach intensiver Suche in verschiedene Foren haben wir keine Lösung für einen Transfer der Daten auf unseren MAC gefunden. Wir hatten uns die Kamera auf der Photokina in Köln ausführlich angesehen und der Mitarbeiter von Cannon hatte die einfachen Möglichkeiten des Datentransfers noch extra erwähnt. Der Fachhändler (über Amazon) konnte uns nicht weiterhelfen und auch die Canon Hotline hat keine Lösung parat. Wir werden die Kamera jetzt zurücksenden. Schade, denn die sonstigen Qualitäten sind überzeugend, aber wir sind nicht bereit als Beta-Tester zu fungieren! Wir können nur Jedem raten hier noch abzuwarten und diese Kamera nicht zu erwerben solang das Problem nicht gelöst ist. Sollte hier Jemand eine Lösung kennen oder sich Canon bemüßigt fühlen sich hier mal zu melden wäre dies bestimmt für alle sehr hilfreich. Viele Grüße aus Köln
—————– Heute habe ich meine erste Rezension ergänzt: —————-
Hier nun meine neuen Erkenntnisse.
Erstmal die Kamera macht unglaublich tolle Aufnahmen. Wenn ich diese per HDMI Kabel (muss extra gekauft werden für ca. 4ß,- Euro) an meinen Full HD LCD TV-Screen anschließe und Aufnahmen ansehe, sind die Ergebnisse dermaßen genial, dass einem ein Schauer über den Rücken läuft. Eine wirklich unbeschreibliche Qualität. Selbst bei schwachem Licht. Wirklich das lohnt doch die Mühen. Insbesondere habe ich dieselbe Szene im Vergleich (normale DVD mit PAL-Auflösung) und dann Full HD von der CAM betrachtet. Boah ein Wahnsinn!
Die beigelegte Software ist echt Schrott und nur für Windows. Da gibt es beim Hersteller auch ein Update, aber es hilft irgendwie nicht. Ich kann auf einem leistungsfähigen Laptop die Bilddaten zwar importieren und ansehen. Mehr nicht. Dann ist irgendwie Einbahnstraße. Die Software hat scheinbar rudimentäre Filschnittoptionen und kann angeblich auch AVCHD, BlueRay brennen, ist aber nicht mein Ziel. Kann ich auch mangels BlueRay-Brenner oder AVCHD-DVD Player nicht testen.
Also zurück zum Mac. Ohne weitere Software habe ich folgende Möglichkeit gefunden. Wenn die Kamera angeschlossen wird (nur USB 2.0) kein FireWire, dann darf keine SD Karte in der Kamera sein. Ist die drin stürzt iMovie08 immer ab. Also Aufnahmen auf die Karte kopieren /geht in der Kamera recht flott (aber nur in eine Richtung zur Karte (nicht zurück auf den internen Speicher.!!!) Dann habe ich einen PCMCIA SD Karten Leser zum Importieren der Videodaten genutzt. Diese kosten ca. 20 Euro und sind jeden Cent wert! Der Kopiervorgang geht rasend schnell, viel besser als mit einem externen SD-Karten Lesegerät, Quasi Festplattengeschwindigkeit. Ich habe als Arbeitsmaterial 2 x 45 Minuten HD Video in der zweithöchsten Einstellung 1920 x 1080 mit 17MBit/s verwendet. Das Material wird auf der Kamera in einem Canon .mts Format in 2 GB Dateistücken gespeichert. Ändert auf keinen Fall den Namenszusatz im Finder! Das hatte mich ca. 1 Tag Nerven gekostet. Die besagten 90 Minuten sind ca. 12 GB Originalmaterial. Ich habe erstmal in iMovie für ausreichenden Festplattenplatz gesorgt. Der Import ging in iMovie ganz ohne Probleme (wenn man genug Festplattenplatz hat!!! – Das war am Anfang mein Problem!) und war nach ca. 2 Stunden abgeschlossen. Bei diesem Import wandelt der Mac das Datenmaterial vom AVCHD Format (12 GB) in das Apple Intermediate Format (60 GB) um. Das hat den Vorteil, dass ab dann alle Schnitt und Kopierarbeiten quasi im originalhochauflösenden Material in Echtzeit laufen können. Ich habe die 90 Minuten genutzt und ein 15 Minuten Endfilm in iMovie geschnitten. Ich habe alle möglichen Effekte genutzt und Szenen zusammengestellt. Das Endergebnis kann in iMovie (Dank des Intermediateformats) in Echtzeit betrachtet werden. Dann entsteht aber schnell die Frage wie geht es weiter? Wie kriege ich diese geniale Qualität wieder auf den normalen Full-HD TV.
Da gibt es derzeit leider noch wenig Möglichkeiten:
1.) Abspielen von einem Festplattenrecorder. Bsp. Apple TV (Habe ich nicht, und ist ziemlich teuer.) Außerdem sind die Datenmengen nicht wenig! Die aktuelle Apple TV Lösung mit 250 GB kostet 400 Euro. Und bei den Datenmengen passen damit ca. 8 Stunden im Intermediate Format drauf. Also vergessen…
Aus iMovie 08 kann nur ein Quicktime Film exportiert werden, um die Full HD Auflösung zu erhalten. Sobald man via iDVD 08 geht ist die maximale Auflösung wieder reduziert 960 X 540 PIXEL. Das habe ich mal testhalber auf eine normale DVD gebrannt. Ist aber nicht besser als die normalen Videoaufnahmen meiner alten Hi8 CAM mit Standardauflösung (Habe ich zum Vergleichsbetrachten genutzt). Also habe ich einen Quicktime Film in den 15 Minuten Laufzeit in der geforderten Full HD exportiert (diese Aktion dauerte ca. 10 Stunden auf meinem DualCore MacBook Pro 1 Jahr alt). Danach war die Enddatei mit den 15 Minuten ca. 2 GB groß.
Die neueste Toast 9 von Roxio kann AVCHD Videos auf Standard DVDs brennen. Dazu benötigt Toast ein extraPlugin, das auch ein paar Euro kostet. Das ist dann auch die zweite Möglichkeit:
2) Den gerenderten Quicktimefilm in Roxio Toast auf eine AVCHD – Standard DVD brennen. Es passen nur ca. 4,2 GB auf die normalen DVDs. Deshalb ist bei ca. 35 Minuten Filmlänge Schluss. Aber um eine solche DVD abspielen zu können (die Rohlinge sind vergleichsweise billig) wird ein AVCHD – DVD Player benötigt. Und es gibt derzeit nur wenige (alles Blue-Ray-Player ab ca. 250,- Euro aufwärts) die diese Option hätten. Diese Geräte müssen dann per HDMI an den Fernseher angeschlossen werden. Habe ich (noch) nicht. Ich weiß auch nicht ob ich je einen haben will.
3) Möglichkeit. Einfach direkt eine BlueRay DVD erstellen. Das ist allerdings sehr heftig. Es gibt bisher nur sehr wenige und sehr teure Brenner. Abgesehen das die BlueRay Discs gerendert werden müssen und es nicht viel Software bisher dafür gibt. IDVD 8 kann es noch nicht. Ich hörte das es iDVD Pro kann, konnte es mangels Brenner nicht probieren. Roxio 9.03 kann laut Menü (aber dafür müsste ich ja auch einen Brenner haben). Abgesehen davon sind die Preise für BlueRay Rohlinge über 10 Euro noch viel zu teuer für diese Aktion.
4) Wer nur die AVCHD DVD habe möchte, kann sich von Canon einen DVD Brenner für 169 Euro kaufen und direkt an die CAM anschließen. Der brennt die ausgewählten Szenen. Achtung dürfen nicht länger als die besagten 35 Minuten sein. Bei diesem Prozess werden die Filme wie aufgenommen gebrannt. Eine weitere Bearbeitung ist dann nicht möglich. Ich habe das aber noch nicht probiert, da ich eigentlich auf die Filme bearbeiten will.
So was tun? Also nachdem ich einmal die geniale Filmqualität (CAM per HDMI an den TV angeschlossen) gesehen habe, will man nicht aufgeben.
Aber eins ist sicher. Die Technologie ist noch so jung das die Rechenzeiten und Speichermengen für einen Hobbykonsumer noch nicht im Jahr 2008/2009 gelöst sind. Ich denke es muss noch mindestens 2 Jahre ins Land gehen, bis dann werden BlueRay Brenner und oder Festplattenplayer für den Hausgebrauch auch mit Full HD umgehen können. Bis dahin heißt es abwarten.
Ich werde weiter fleißig Filmen und die erstellten Originaldaten per SD Karte auf meine externe Festplatten (gedoppelte) kopieren und diese dort liegen lassen. Aktuell sind 1 TB Platten mit FireWire 800 für ca. 160 Euro zu haben. Ich habe jetzt angefangen diese als langfristige Videospeicher zu nutzen. Ich lagere die Videodaten jetzt so lange auf den Platten, bis es neue Technologien gibt. Aber in 20 Jahren, wenn meine Kinder als Erwachsene diese (einmaligen) Film-Momente sehen werden, will ich Full HD zeigen können. Leider kann ich die Daten noch nicht so weiter bearbeiten wie ich möchte, aber bei der derzeitigen rasanten Rechnerentwicklung wird es sicher bald funktionieren.
Nach der aktuellen Lage kostet es dann 1 Stunde Rohvideomaterial = 8 GB langfristig zu lagern -> 2 externe Platten á 840 GB Netto nutzbar für insgesamt 320 Euro. Also passen ca. 100 Stunden auf diese Lösung macht pro Stunde 3,20 Euro. Das ist ungefähr so teuer, wie die Mini-Digital Hi8 Kassetten von früher. Bingo.
Noch abschließend die Highlights der CAM Canon HF11:
Pro:
+ geile Filmqualität.
+ externer Mikroeingang! (ich habe ein Beyerdynamics Mikro – das macht eine sehr gute Qualität bei Interviews – langes Kabel nötig)
+ angenehmes Handling
Con:
- Der Weitwinkel ist nix. Da muss noch ein Zusatzaufsatz her! (fehlt mir noch) – so ein Weitwinkel-Konverter



5 Comments, Comment or Ping
Christian Uhl
Herzlichen Dank für die Erfahrungswerte & Tipps! Haben sehr geholfen!
Ich denke, ich werde mir die HF11 zulegen.
Meine erste Erfahrungen folgen dann…;)
Jan 10th, 2009
Martin
Ein sehr interessanter Bericht. Ein Verwandter besitzt auch einen Camcorder (von SONY), der mit AVCHD arbeitet, und der hatte ähnliche Probleme mit dem Material. Ich denke, dass AVCHD an sich das Problem ist, keine Auswahl an Bearbeitungssoftware zur Verfügung steht und die Computer noch lange nicht soweit sind. Da frage ich mich nur, warum die Camcorder, viel kleiner noch dazu, damit schon klarkommen??? Da wird einem mal wieder bewusst, dass leistungsfähige Prozessoren längst existieren, aber nur Stück für Stück auf den Markt gebracht werden.
Da brauchen wir ENDLICH mal asiatische Industriespionage, die diese Superprozessoren kopieren und auch den Konsumenten in Europa zur Verfügung stellen – meine Meinung. Dann könnten wir auch AVCHD vernünftig bearbeiten.
Sei´s drum: Mein Verwandter hat schließlich die Qualität runtergeregelt und dreht nun in PAL-Auflösung, wie DV, was sicher nicht im Sinne des Erfinders ist. Dennoch kommt man um AVCHD als Konsument nicht herum, wenn man nicht in drei oder vier Jahren schon wieder nen neuen Camcorder kaufen will. Dann, denke ich, stellt uns die Industrie auch die passenden Prozessoren und die Software zur Verfügung.
Aug 5th, 2009
Horst
Ich habe keine Probleme. Habe sie mir im April 2009 gekauft und bearbeite sie mit MagixVideo de luxe 15 Plus Sonderedition.
Zum Importieren reicht das beiligende Pixela programm.
Allerdings sollte für HD Videos mindestens ein 4x3GB Prozessor verwendet werden. Dazu ein günstiger LG Blue Ray Brenner und ab geht die Post. Aber die Bearbeitung dauert entsprechend lange. 25 MB je Sek.
Jul 4th, 2010
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