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Informationen zu Multimedia und Gruppenblog der Studenten von der RFH Köln

Game or not a game

Ob die virtuelle Welt Second Life ein Spiel ist, wird von der Fachwelt vehement verneint und in den klassischen Medien beharrlich behauptet. Aber es schadet eigentlich nicht, denn Business in Second Life ist gemessen an den tatsächlichen Umsätzen noch ein “Nieschenmarkt”. Die größten Umsätze virtueller Welten laufen da eher in der realen Welt beim Consulting und der Medienproduktion für virtuelle Welten.

Auf der anderen Seite steht das Thema “serious gaming“. Hierzu hatte unser Sponsor, die Firma Pixelpark eine virtuelle Gastvorlesung gehalten. Eine sehr spannende Entwicklung, zu dem es auch ein hervorragendes Whitepaper von Dirk Krause (Serious Gaming Experte von Pixelpark) gibt! Sehr empfehlenswert.

Das Thema virtuelle Welten wird auch von vielen weiteren Spezialisten wie Andreas Mertens in vielen Fachblogs intensiv diskutiert.

Heute habe ich allerdings festgestellt, dass der weltgrößte Proxy-Content-Lieferant für Unternehmen die Blogseite sltalk.de als “Gaming” einstuft und damit für die meisten Kunden von Securecomputing sperrt.

Ein Proxy-Server wird in größeren Unternehmensnetzen als Gateway für den User zum Intranet verwendet. Einerseits werden Webinhalte zwischengespeichert, damit ein anderer User aus demselben Netzsegment die Daten nicht noch mal aus dem Internet lädt (Reduzierung der Traffikkosten) und andererseits können gemäß Sicherheitsrichtline bestimmte Webseiten oder auch ganze Kategorien für die User gesperrt werden. Die Eingliederung des WWW in Kategorien übernehmen Contentlieferanten wie Securecomputing. Diese gelieferte “Blackliste” wird regelmäßig erweitert. Jeder Proxy hat allerdings auch eine Whitelist, auf der dann doch erlaubte Webseiten eingetragen werden können. So sollen Mitarbeiter “motiviert” werden, sich auf der Arbeit nur mit beruflichen Themen im Internet zu beschäftigen.

sltalk_de.jpg

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5 Comments, Comment or Ping

  1. Apropos “Sponsor Pixelpark”:

    Da war doch was, dass die ihre Pixel Expo dicht machen. Dann haben wir in unseren Blogs nach neuen Sponsoren gerufen, und dann war der alte Sponsor wieder der neue Sponsor.

    Es kann daran liegen, dass ich zwischendurch Urlaub hatte, aber gibt es da etwas ausfühlicheres als http://www.bernd-schmitz.net/blog/index.php/2008/05/30/rfh-in-second-life-eroffnet-den-neuen-standort/ ?

    Oder “ist das einfach so”?

  2. Bernd_Schmitz

    Ja, positiv ausgedrückt, hat der neuer Sponsor die Agentur Pixelpark “Büro Köln” uns nach dem Umzug eine 12fach größere Fläche zur Verfügung gestellt. Zuvor wurden wir vom Büro Berlin 16 Monate gesponsrt. In dieser, wie auch in der neuen Zeit, können wir Forschung und Praxis hervorragend Kombinieren und schaffen eine Win-Win Situation. Das Angebot der Kölner Pixelparkler wurde auch erst tatsächlich durch den großflächigen Aufruf in der Blogosphäre ermöglicht. Wir hatten durch diese Aktion 10 hervorragende Angebote, für die wir uns sehr bedanken. Ich hoffe diese Infos reichen Dir. Mehr unter 4-Augen ;-)

  3. Dass diese Blacklists nicht immer so ganz korrekt differenzieren, habe ich vor einiger Zeit auch einmal erfahren dürfen. Damals ist die Website des Juristischen Internetprojekts Saarbrücken von einem ähnlichen System einer Siemens-Tochterfima in die Kategorie “hate speech” eingeordnet und somit natürlich gesperrt worden.

    Nach einigen Nachforschungen mussten wir feststellen, dass es wohl keine so gute Idee war, für ca. eine Woche einen Hinweis auf eine gerade am Ort gastierende Ausstellung zum NS-Unrecht hinzuweisen.

  4. Bernd_Schmitz

    Ja ich kann mir das gut vorstellen…

    Als ich mal diesen Post machte. “Gefährlicher Videotext

    und dabei dieses und dann dieses Bild einbaute, haben meine amerikanischen Kollegen meine Website als Pornografisch kategorisiert und geblockt. Glücklicherweise habe ich einen guten Kontakt und so konnte ich die Bilder beschneiden und die Sperre wurde nach 1 Woche aufgehoben. Die Amies sind da etwas extrem.

  5. Hallo Bernd,

    vielen Dank für den Hinweis. Regelmäßig bin ich ja in Großkonzernen als Berater unterwegs und natürlich checke ich, ob meine Seite “gefiltert” wird. Bisher wurde SLTalk zum Beispiel von dem Telekomkonzern nicht gesperrt. Ich kann allerdings nicht feststellen, wie lange SLTalk bei Securecomputing gelistet ist. Ich habe mich jetzt einmal mit den Proxy-Content-Lieferanten in Verbindung gesetzt. Mal schauen, ob es zu einer Re-Kategorisierung führt.

    Gr��e, Andreas

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