Tipp 9 für Enterprise 2.0: Budget
Dies ist Tipp Nr. 9 von 10 für Unternehmen auf dem Weg zu Enterprise 2.0: Budget
Die Einführung von Web 2.0 ist mit Kosten verbunden. Die Systemkosten/Software fallen dabei meist nur mit einem geringen Anteil ins Gewicht. Open-Source ist auch für den gestandenen IT-Leiter kein Schreckensgespenst mehr. Allerdings sind Schulungsmaßnahmen, Consulting und eine zentrale Koordinierung die Positionen, die ein größeres Budget erfordern.
Bei großen Unternehmen werden IT-Kosten von unter 3,0 Prozent vom Umsatz her als gesund bezeichnet. Bei den gestiegenen Anforderungen an die Kapazitäten und die Qualität herrscht ein starkes Costcutting in allen IT-Bereichen. Web 2.0 ist hier erstmal ein neuer Kostenblock, der als IT-Leistung auf das Geschäft verteilt werden muss.
Die inhaltliche Wichtigkeit von Web 2.0 für den direkten Unternehmenseinsatz ist nicht mehr wegzudiskutieren. Die Kosten verursachen aber große Kopfschmerzen. Wenn die Tools die zum Einsatz von Web 2.0 allerdings nach Verursacher auf Kostenstellen verteilt werden müssen, dann ist der Weg zu Enterprise 2.0 wesentlich länger als von den Innovatoren gewünscht. Bestimmte Standards des modernen Büro gehören einfach zum notwendigen modernen Arbeitsmittel. So wie ein E-Mailprogramm der Desktop-Standard ist, sollte auch ein RSS-Aggregator (möglichst Online) zum elektronischem Basisstandard gehören. Dies ist bei den meisten Unternehmen aber noch nicht umgesetzt.
Viel mehr Diskussionen kann dann aber bspw.: ein unternehmensweiter Wikiserver bringen. Wer zahlt den Betrieb/Service Wartung? Hier ist eine verursachergerechte Umlage nicht möglich. Fragt man einen Controller, käme der Vorschlag bei einem Weblogsystem, jedem Blogger einen Kostenanteil auf seine Kostenstelle buchen lassen. Beim besten Willen, das wäre ein echtes Dissaster. Sind die Mitarbeiter gerade noch motiviert solche Tools in ihren eh schon stressiges Arbeitsalltag zu integrieren, wird spätestens bei der Diskussion mit dem Kostenstellenverantwortlichen jeglicher Web 2.0 - Elan getötet. Oder der Einsatz einer virtuelle 3D Welt im Firmenintranet. Solche sinnvollen Kolaborations- und Meetingtools müssen erstmal kostenneutral erprobt werden, bevor eine Kosten- und Budgetplanung die Nutzer abschreckt. Um einen möglichst schnellen Einsatz zu erreichen müssen diese Web 2.0 Anwendungen in Unternehmen für den einzelnen Mitarbeiter und die entsprechende Personalkostenstelle erstmal kostenneutral sein. Erst durch den Effizenzgewinn kann im zweiten Schritt eine Budgetierung erfolgen. Dabei sollte aber die Enterprise 2.0 - Entwicklung eines Unternehmens als Ganzes betrachtet werden und solche Budgets über die Verrieselung in die allgemeinen IT -Kosten (nicht Kostenstellenbezogen) gleichmäßig verteilt werden.


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