Tipp 4 für Enterprise 2.0: Usability
Dies ist Tipp Nr. 4 von 10 für Unternehmen auf dem Weg zu Enterprise 2.0
Es ist eigentlich selbstverständlich das jede Software über eine gute Usability verfügt. Allerdings stelle ich immer wieder fest, das viele Anwendungen noch weit von “Benutzerfreundlich” entfernt sind. Beim Roll out neuer Anwendungssysteme stehen der Zeit- und der Kostendruck immer konträr zur Optimierung der Usability. Echte Usabilityforschung (Bsp. mit Eyetracking) sind eher sehr selten im Umfeld des Software -Engineerings. Bei den meisten Softwareanwendungen, die in großen Unternehmen eingesetzt werden, sind (zumindest beim Customizing) eigene, unternehmensinterne Abteilungen (meist die O&I = Organisation und Information) steuernd beteiligt. Die wiederum stehen unter dem Kostenzwang und so schließt sich ein Teufelskreis.
Bei den meisten DAX-Unternehmen kommen offizielle Softwareupdates von Standardanwendungen, meist erst mit einer Verzögerung von 2 - 3 Jahren beim User an. Dies liegt einerseits an den komplexen Unternehmens-Strukturen und den Abhängigkeiten verschiedener Applikationen untereinander ab und andererseits sind die Updatekosten, gemessen an den offenbaren Effizienzsteigerungen, für tausende Mitarbeiter nicht unerheblich. Somit werden usabilitysteigernde Update möglichst weit auf die “lange Wartebank geschoben”.
Werden komplett neue Anwendungssysteme integriert, wie Bsp. Web 2.0 -Tools, so ist es sehr wichtig auf eine sehr hohe (höher als die bei den bestehenden Systemen!) Usability zu achten.
Dazu gehört z. Bsp. ein einfacher Anmeldeprozesse bei den Online-Applikationen. Dies bedeutet ein automatisiertes, einfaches Personalisieren der entsprechenden Site, so das der Nutzer sich vor der eigentlichen Dateneingabe nicht umständlich verifizieren muss. Dies ist auch vor dem Hintergrund sinnvoll, da aus Sicherheitsgründen bei geschäftskritischen Anwendungen das entsprechende Nutzerpasswort in der Regel monatlich geändert muss.
Häufig zeichnen sich moderne Web 2.0 Anwendungen dadurch aus, das mittels AJAX die Eingabeprozesse einfacher und schneller möglich sind. Bisher haben bei großen Unternehmen leider AJAX-Anwendungen noch keine Relevanz. Das liegt auch häufig daran, dass die Updates der neusten Programme um die o.g. 2 - 3 Jahre verzögert sind.
Um die Benutzer in den Unternehmen zu einer intensiven Mitarbeit bei den neuen Web 2.0 Applikationen zu motivieren, ist eine sehr einfache Usability eine grundlegende Voraussetzung! Ohne einfacher Benutzbarkeit - keine Akzeptanz.
Diese Maßnahmen sind die Grundvoraussetzungen um erfolgreich ein Unternehmen in Richtung Enterprise 2.0 entwickeln zu können.


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