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Enterprise 2.0

Ein Thema wird immer mehr in großen Unternehmen diskutiert. Welche Web 2.0 Anwendung ist für den Einsatz in Unternehmen interessant?
Ist es ein Wiki, damit Arbeitsgruppen ihr speziellen Wissen kollaborativ erfassen und steigern? Oder ein Weblog um extern zu kommunizieren? Ein Podcast-Format zur Kundenkommunikation? Oder sogar eine virtuelle Welt um das nächste Team-Meeting zu veranstalten?
Solche Fragen stehen oft am Anfang einer Evaluation. Allerdings sind mit den neuen Ära von Web 2.0 Anwendungen auch andere und wesentlich weitreichender Veränderungen verbunden.
Der Konsument wird zum Produzent. Jedermann/ -frau hat die Möglichkeit seine persönliche Meinung im Web zu produzieren. Web 2.0 verändert die Kommunikationskultur. Und beim Einzug solcher Entwicklungen in Unternehmen sprechen  die Techniker von Enterprise 2.0. Sind die Unternehmen bereit die ungefilterte Meinung der Konsumenten zu hören? Sind die CIO´s von Heute bereit die die unverblümte Kritik einzelner Mitarbeiter hören zu wollen?

Das Meinungen (oder auch negative Kritik) seit je her ausgetauscht werden ist unumstritten, entweder in der Kantine oder im privatem Umfeld. Über diese Konversation konnten die betroffenen Unternehmen oder CIO´s keine Kenntnis erlangen. Anders bei Enterprise 2.0! Hier ist der direkte Austausch von Informationen gewollt und ein wesentlicher Bestandteil von einer neuen Denkstruktur und Kommunikationskultur im Web.

Die großen Unternehmen der Welt, stehen noch ganz am Anfang moderne Kollaborationstechniken oder -elemente, oder Social-Networks in ihre Unternehmensnetz zu integrieren. Die Entscheider in den relevanten Positionen sind gerade an die E-Mails gewöhnt und trauern immer seltener dem Fax nach. In diesen Zeiten versprechen Innovationen neue Potentiale beim Einsatz von Wiki´s, Blogs und Co.

Die Vorteile liegen meist auf der Hand, doch ist erst ein Kulturwechsel in der Unternehmenskommunikation notwendig. Ein Schritt der nicht einfach per Arbeitsanweisung oder Managementrichtlinie erreicht wird, Hier müssen die oberen Führungskräfte mitwirken und eine neues Dogma akzeptieren und vorleben.

Der erste Schritt ist, das die Geschäftsführung und die oberen Führungskräfte verstehen das die Meinung aller Mitarbeiter manchmal unangenehm sein kann. Und das der Vorteil, einer offenen Web 2.0-artigen Kommunikation, ist das solche Personen direkt angesprochen werden können. In der klassischen Kommunikation wurde die Schlechtwetter Meinungsbildner schlicht ignoriert. Mit dem Ergebnis das diese im Hintergrund ihre Meinung in Kantinengesprächen oder Einzelgesprächen multipliziert haben. Wenn es aber die offene Meinungsäußerung gibt, dann lassen sich diese Personen einfacher zu einer Meinungsumbildung bewegen, sofern es gewünscht wird.

Im zweiten Schritt müssen diese neue Techniken von den Führungskräften genutzt und vorgelebt werden. Allein die Reaktion und Interaktion auf Beiträge von einem CIO auf den Blogkommentar eines normalen Mitarbeiters, ist ein echtes Aha-Erlebnis. Es gibt einfache Möglichkeiten den Gedanken von Entreprise 2.0 im Unternehmen erlebbar zu gestalten. Die Zeit der neuen Kommunikation beginnt unweigerlich. In den nächsten Jahren können die Unternehmen ihr eigene Position durch den rechtzeitigen Einstieg in das Thema Web 2.0 stärken. Wer zu lange wartet könnte später im Nachteil stehen.

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4 Comments, Comment or Ping

  1. Leser

    Was ist ein CIO ?

  2. Das Dresdner Zukunftsforum bezieht sich in einem Blogbeitrag auf diesen Artikel.

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