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Die Ginko Financial Bank stellt alle Konten ein

Schlechtinformierte Presse berichtet: Sie ist die größte virtuelle Bank in Second Life. Andre Sanchez aus Sao Paolo ist der reale Besitzer der Bank. Laut Linden Labs werden dort 18.000 Konten mit insgesamt rund 189 Mio Linden-Dollar verwaltet. Umgerechnet sind das 700.000 echte Dollar und damit mehr als 534.000 Euro.
Durch das einfrieren der Konten steht dieses reale Geld nun auf dem Spiel. Die Kontostände der Kunden wurden in handelbare Schuldverschreibungen konvertiert.

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Das alles passiert laut der Ginko Financial Bank aufgrund des Verbots von virtuellem Glücksspiel in Second Life. Das hatte Linden Labs am 26. Juli 2007 verboten.

NACHTRAG Bernd Schmitz:

Diese sogenannte Bank Ginko Financial ist keine Bank im Sinne einer deutschen Bank. Dahinter steht ein SL-User aus Brasilien, der eine Second Life Bank in 2004 gegründet haben will. Eine Website im Internet scheint aber erst 2006 verfügbar gewesen zu sein (Die Domain wurde im Februar 2005 registriert). Die Bank hat keinerlei rechtliche oder finanztechnische Einbettung in ein reales Bankensystem und unterliegt keiner Finanz- oder Bankenaufsicht. Dies ist ein privates Projekt eines barsilianischen Second Life Users.

Er hat das schnelle Geld machen wollen und hat jedem User in Second Life erst 100 % Zinsen pro Jahr, später 40 % Zinsen pro Jahr auf die eingelegten Lindendollar versprochen. Als eine Art Schneeballblase hat er fällige Zinszahlungen, sofern der User eine Auszahlung wünschte, nicht aus echten Zinseneinnahmen, sondern aus neunen Einlagen anderer SL -User erbracht. Das geht nur so lange gut, wie der Kundenbestand und die Neueinlagen wachsen. Als Lindenlab das Glückspiel verbietet, wollen schienbar zu viele Kunden ihre Geldeinlagen zurück und - oh da schau her - die “Bank” ist zahlungsunfähig.

Ein einfacher (gemeiner) Trickbetrug…. Also bei der Bewertung der Schlagzeile geht es nicht um einen Bankensterben in Second Life, sondern nur eine durch die Presse falsch dargestellter Betrug einer einzelnen Person.

Nachtrag: Ein paar Recherchen erzeugen ein weiteres Bild:

Die Domain ginkofinancal.com gehört:

Registered through: GoDaddy.com, Inc. (http://www.godaddy.com)
Domain Name: GINKOFINANCIAL.COM
Created on: 12-Feb-05
Expires on: 12-Feb-08
Last Updated on: 25-Jul-07

Administrative Contact:
Pratte, Michael fox85@ginkosoft.com
PO Box 282
Manville, Rhode Island 02838
United States

Also doch ein Amerikaner? Und die Mailadresse schließt auf einen 22 jährigen Mann…

Wer kennt den Ginkosoft? Da es sich hier um eine Privatperson handelt, sind weitere Infos nicht verfügbar.

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