“Wikipedia-Scanner”
Bisher konnte sich jeder, der an Artikeln in der Online-Enzyklopädie Wikipedia herumgeschrieben hat hinter anonymen Zahlen vertsecken,einer IP-Adresse.
Doch das hat jetzt dank einem jungen Computerspezialist ein Ende, denn Virgil Griffith hat eine Software entwickelt, mit der man nun herausfinden kann, welche Ip-Adresse von wem benutzt wurde und wer sich dahinter versteckt. Es ist schon erstaunlich wer bestimmte “Aufhübschungen” und Änderungen an diversen Texten in Wikipedia vorgenommen hat. Zum Beispiel änderte ein Mitarbeiter der BBC den Zweitnamen von George W. Bush von Walker in Wanker (dt. Wichser)
Was man bei dem einen als “blöden Witz” abtun kann, und evtl. noch drüber schmunzelt, wird bei anderen ein Stück brisanter. Zum Beispiel konnte zurückverfolgt werden, dass der Vatikan Einträge über den nordirische-katholischen Politiker Gerry Adams manipulierte und gar ganze Passagen gelöscht hat. Durch diese “Säuberung” verschwanden Hinweise auf eine mögliche Verstrickung des Politikers in Mordanschläge.
Auch bei Konzernen ist diese Art der Manipulation teilweise sehr beliebt. Einige Beispiele laut Stern: “Der Handelsriese Wal-Mart korrigierte Angaben zur Bezahlung seiner Angestellten. Der Pharmakonzern AstraZeneca spielte die Risiken seines Medikaments Seroquel für Kinder herunter. Und der Ölmulti Chevron Texaco bewies, dass er wenig Gespür für Geschäftsfelder der Zukunft hat. Er löschte den Eintrag über Biodiesel.”
Diese Beispiele sind wieder einmal ein Beispiel dafür, dass alles zwei Seiten hat. So ist Wikipedia oder allgemein ein Wiki für viele Internet-User etwas, was nicht mehr wegzudenken ist. Hilfreich, lehrreich und informativ auf der einen Seite, auf der anderen teilweise manipulativ. Deswegen sollten auch Artikel einer Enzyklopädie mit Vorsicht zu genießen sein und man sollte nicht alles blauäugig glauben, was einem vorgesetzt wird.


3 Comments, Comment or Ping
Bernd_Schmitz
Und wo bleiben die positiven Seiten der Wikipedia?
Und was überwiegt?
Aug 18th, 2007
Anika Nietzschmann
Meiner Ansicht nach überwiegen ganz klar die positiven Seiten von Wikipedia. Man hat schnellen Zugang zu viel Wissen, unkompliziert und hilfreich. Zudem kann man sein Wissen mit anderen teilen und anderen Usern zur Verfügung stellen. Ich meine mich sogar erinnern zu können, das Online-Enzyklopedien die Seiten sind, die im Netz am meisten angeklickt werden. Mein Beitrga “Wikipedia-Scanner” war dazu gedacht mal die andere Seite aufzuzeigen und auch in diesem Bereich zu demonstrieren, dass es überall schwarze Schafe gibt.
Aug 18th, 2007
Reply to ““Wikipedia-Scanner””