Writing by Alexander Mainzer on Thursday, 26 of July , 2007 at 11:31 pm
Virtueller versus realer RaumÂ
Am 27. Juni um 11:00 Uhr füllte sich in Second Life der virtuelle Hörsaal der Rheinischen Fachhochschule Köln. Ein Artikel über die Präsenz der virtuellen RFH in Second Life hatte die Studierenden des Hauptseminars „Mediale und mentale Raumkonstruktionen“ (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) auf die Idee gebracht, zum Thema „Virtuelle Raumkonstruktionen in Second Life“ eine Seminarsitzung in Second Life zu verlegen, um dabei herauszufinden, ob der virtuelle Raum tatsächlich eine gleichwertige Alternative zum realen Raum bieten kann. Die aufwendigen Vorbereitungen hatten bereits im Vorfeld den einen und anderen Second-Life-Bewohner auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht, und so stellte ich mit Freude fest, dass sich im Hörsaal auch einige Gäste unter die Studierenden gemischt hatten.

Eine Viertelstunde später: Funaria Moose, die SL-Architektin der RFH, gab letzte Hilfestellung zu technischen Fragen. Seminarleiter Prof. Dr. Peter Matussek begrüßte per Audiostream die Teilnehmer und erläuterte den Veranstaltungsablauf, der in zwei Teile aufgeteilt werden sollte: der erste Teil würde aus einem Referat per Audiostream bestehen. Der zweite Teil war für die an das Referat anschließende Diskussion vorbehalten, wobei die Moderatoren weiterhin per Audiostream kommunizieren konnten und sich die restlichen Seminarteilnehmer per Chat-Funktion beteiligen sollten. Damit während der Diskussion die Übersicht nicht verloren zu gehen drohte, wurde auf dem Podium ein „Redestuhl“ eingerichtet: so konnte jeweils der worthabende Sprecher dort Platz nehmen, um zusätzlich visuell auf sich aufmerksam zu machen. Dann fiel der Startschuss.
Die Referentinnen Frau Hartmann und Frau Jansen übernahmen das Mikro. Der Audiostream blieb stabil, ebenso die Second-Life-Welt und die Clients selbst – Idealvoraussetzungen für die reibungslose Abwicklung des Referats. Die Moderation der Diskussion übernahm wieder Herr Matussek. Jetzt geriet das Organisations-Team unter Druck: es galt, den Chat im Auge zu behalten, möglichst keine Meldung zu übersehen und den Audiostream mit dem Chatstream synchron zu halten. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass diese Phase Herrn Matussek mit Sicherheit mehr Stress verursacht hat als alle anderen bisher in diesem Semester absolvierten Sitzungen zusammen genommen. Aber es hat funktioniert, und am Ende zählt das, was herauskommt: eine gelungene reale Seminarsitzung in einem virtuellen Raum.
Die Impressionen der Teilnehmer deckten die Bewertungsskala komplett ab: von „ungewohnt und Konzentrationsschwierigkeiten“ bis hin zu „gemütlich und aufmerksamkeitsfördernde Ruhe“. Persönlich fand ich es angenehm, keinem Geflüster, Tastaturgeklicke oder nervösem Gezappel ausgesetzt gewesen zu sein, kann mir jedoch gut vorstellen, dass einigen Studierenden die sozialen Komponenten eines Treffens im realen Raum wichtiger sind. Da die Studierenden, die bereits mit Second Life vertraut waren, die Online-Sitzung durchweg als positiv einstuften, glaube ich weniger, dass der tatsächliche Grund für die berichteten Konzentrationsschwierigkeiten der virtuelle Raum an sich war, sondern vielmehr der ungewohnte Aufenthalt in Second Life und die fehlende Geübtheit im Umgang mit der Second-Life-Software. Ich würde sogar einen Schritt weitergehen: der virtuelle Raum vermag womöglich ein durchaus angenehmeres Gefühl zu vermitteln als so manch realer Hörsaal. Dieser nicht unwichtige Aspekt der Schaffung eines Räumlichkeitsgefühls findet sich nicht bei herkömmlicher Konferenzsoftware (beispielsweise Netmeeting) wieder und könnte die Frage beantworten, warum eine Online-Veranstaltung vorzugsweise in Second-Life in einem virtuellen Hörsaal stattfinden sollte.
Ich möchte nicht darauf hinaus, dass der virtuelle Hörsaal von nun an dauerhaft den Realen ersetzen kann oder soll. Diese Online-Sitzung hat jedoch gezeigt, dass auch in einem virtuellen Raum problemlos ein Seminar veranstaltet werden kann, dafür jedoch eine gute Kenntnis der entsprechenden Client-Software seitens der Teilnehmer Voraussetzung ist. Aus dieser Anwendbarkeit des virtuelles Raumes ergibt sich sein wirklicher Vorteil gegenüber dem realen Raum: er bietet vor allem Personen, die durch real vorhandene Grenzen und Distanzen getrennt sind, eine praktikable Plattform für ein Online-Seminar.
Mit einem unsinnigen Computerspiel, wie so manch einer noch zynisch bemerken mag, hat Second Life in diesem Fall nicht mehr viel gemeinsam.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Schmitz und seinem Team der Rheinischen Fachhochschule Köln für die unkomplizierte Bereitstellung ihres mühevoll eingerichteten virtuellen Hörsaales und tatkräftige Unterstützung bei den vielen neuen Second-Life-Geburten. Ebenso möchte ich das Team der Germanistik-Abteilung IV, Bereich Schriftlichkeit, der Heinrich-Heine-Universität nicht unerwähnt lassen, dessen reibungslose Zusammenarbeit hinter den Kulissen dieses Probe-Online-Seminar überhaupt erst ermöglicht hat.
In Kürze wird über dieses Seminar eine Videodokumentation verfügbar sein.
Category: Second life
Writing by Bernd_Schmitz on Friday, 20 of July , 2007 at 7:00 pm

Am 20.07. habe ich einen Vortrag in Nürnberg bei der Werbeagentur SWZ zum Thema “VIRTUELLES MARKETING – Markenwelten der Zukunft” gehalten.
Thema und Inhalt (Zitat aus der Einladung):
Integrierte Kommunikation ist die Königsdisziplin zur Konvergenz verschiedener Medien. INTEGRATED BRANDING geht noch einen Schritt weiter: hier wird die Marke auf allen Ebenen des Marketings homogen in Szene gesetzt – vom handfesten Packaging bis zur virtuellen Welt im Internet. Der diesjährige SWZ Academy Day beleuchtet vier strategische Bereiche, die für den Erfolg einer Marke wichtig sind bzw. in Zukunft wichtig werden:
• das Produktdesign bzw. Packaging
• das Trade-Marketing
• das Event-Marketing
• die neue Form der virtuellen Markeninszenierung
Hochkarätige Referenten berichten aus der Praxis. Da ist für alle genug Wissen drin – für den Mittelstand genauso wie für Top-Marken-Unternehmen.
Hier meinen Vortrag als PDF zum runterladen.

Und der Abschluss des Tages soll eine real/virtuelle Abendveranstaltung mit Kunst, Kultur und Inszenierungen sein. Eine coole Lokation in der Villa der Agentur und ein vielversprechendes Abendprogramm. Da werde ich jetzt mal gleich hinteleportiern.

Category: Multimedia, web2, Persönliches, Second life
Writing by Bernd_Schmitz on Thursday, 19 of July , 2007 at 9:34 pm
Ich habe heute mein erstes Second Life Buch erhalten. Geschrieben ist es von Annette Pohlke aka Max Bergson. Das Buch ist sehr empfehlenswert, nicht nur für Anfänger.

Link zum Buch bei Amazon


Das Buch ist umfangreich im Inhalt und zeigt viele Beispiele zu den Facetten von Second Life. Ein Zitat aus dem Kapitel Quo Vadis, Second Life gebe ich hier wieder, da es zum aktuellen Medienrauschen (auch hier und hier) passt.
… Wenn der Hype vorüber ist und der Wirbel sich gelegt hat, wenn die Medienkarawane weitergezogen ist, werden wir endlich sehen wozu Second Life wirklich gut ist. Zuerst dachte man, es sei ein Spiel. Dann dachte man, es sei eine Lasterhöhle, dann eine Goldgrube - und zuletzt? …
…Wer Augen hat zu sehen, kann sich der Tatsache nicht entziehen, das hier etwas Neues entsteht, das unser Leben so radikal verändern kann, wie es das Internet schon einmal getan hat. Vielleicht wird dieses Neue nicht den Namen “Second Life” tragen und der Firmenname dahinter nicht mehr “Linden Lab” heißen…
Einen mehrseitige Leseprobe liegt in der virtuellen Welt im Eingangsbereich der Rheinischen Fachhochschule Köln.
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Writing by Fabian Radix on Sunday, 8 of July , 2007 at 10:20 am
Kurz vor dem Start des Kinofilms “Simpsons - The Movie” wurde auf myspace ein Branded Profile gelaunchet. Neben Trailern, Games und Downloads kann man sich dort seinen eigenen Simpsons-Avatar erstellen. Bereits 15.000 User haben sich schon mit dem Simpsons Profile angefreundet.
Hier gehts zu den Simpsons auf myspace!
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Writing by Bernd_Schmitz on Friday, 6 of July , 2007 at 6:42 pm
Unsere Bundeskanzlerin ist seit den Videoblogs ja schon sehr webaffine und eine Web 2.0 - Kanzlerin. Heute fand ich aber diesen Eintrag:

Die Echtheit ist nicht klar, die meisten Kommentatoren in Xing sind skeptisch. Schön wäre es schon!
Aber da der Profillink auf “http://www.xing.com/profile/Angela_Merkel2″ verweißt deutet es darauf das es schon mehrfach Fakes gegeben hat

Btw: Ich habe eine eigene Kontaktregel. Ich nehme in Xing nur Kontakte von echten Kontakten an, die ich persönlich kenne. Ansonsten wird man zugespammt! Nachtrag: Gute TIPPS zu Nutzung von Xing gibt es hier!
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Writing by Bernd_Schmitz on Thursday, 5 of July , 2007 at 7:58 pm
Die Second Life Community ist für Fußballfans scheinbar ein interessanter Ort. Die schon legendäre Calmund Sim erhält nun einen Wettbewerber zum Thema Fußball aus Österreich.
Tipp3 ist ein Unternehmen für den wettbegeisterten Fußballfan, die in Kürze mit dem Bau eines Fußballstadion beginnen wollen. Auf der blogbegleitende Website sollen die Fans ihre Wünsche an das Stadion äußern und das soll dann umgesetzt werden.
Der Phantasie der Blogger sollen keine Grenzen gesetzt werden. Die Anregungen können vom unter dem Sitz eingebauten Bierfass über Flatscreens bei jedem Sitzplatz bis hin zu behindertengerechten Aufbauten reichen.
Das ist eine sehr ungewöhnliche Methode seine SL-Präsenz zu planen. Der Blog ist auch noch nicht geöffnet. Ich bin auch sehr gespannt, wie das in der Umsetzung funktionieren soll? Darf hier jeder Bloggen? Werden Skizzen/Bilder hochladbar? Soll jeder etwas beschreiben?
Und zur Bauphase kündigt der Betreiber an, dass im September gestartet wird mit dem Spatenstich und im Dezember alles fertig sein soll. Vier Monate ist ein sehr lange Bauzeit. Calli-Island ist in der halben Zeit entstanden.
Auch wenn SL eine Web 2.0 Community ist, bei der die User den Content generieren, hier sollen die User sogar ihre Ideen / Wünsche in einem Blog festhalten. Abgesehen, dass ein Blog sich für eine solche Aufgabe nicht gerade besonders eignet finde ich es etwas schwierig die User aufzufordern mit zu machen.
Category: web2, Second life
Writing by Bernd_Schmitz on Thursday, 5 of July , 2007 at 6:02 pm
Hier das komplette PDF der Seminararbeit zum Thema “Durchführung von Case Studies zur Integration
von Second Life in die Lehre”. Diese Arbeit wurde von zwei Studenten der Uni Wien erarbeitet und unterliegt der Creative Common Lizenz.

Category: Second life