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Flickr empört eigene Community

Bei Flickr kann jeder nahezu unbegrenzt eigene Fotos hochladen und diese anderen Nutzern präsentieren. Viele sahen darin sogar eine Demokratisierung des Web, da man über Flickr Fotos aus erster Hand einsehen kann – z.B. von US-Soldaten hochgeladene Fotos von ihren Einsätzen aus Baghdad.

Seit einigen Tagen sorgt jedoch eine Umstellung der Rechte für Unruhe: Im Zuge eines Updates, das den Usern unter Anderem eine deutlich größere Auswahl an Sprachen brachte, wurde der Einsatz von Filtern verschärft. So ist es deutschen Benutzern ab sofort unmöglich, Bilder einzusehen die andere als bedenklich eingestuft haben. In den Vereinigten Staaten und anderen Ländern ist dies aber ohne Probleme möglich. Diese Ungleichbehandlung empört nun die Flickr-Community, die sich gegen diese Einschränkung wehrt. Flickr versucht jedoch, auch Protestbilder der Community auszufiltern und zu löschen.

Findet ihr das richtig?

Für mich stellt dies einen erheblichen Eingriff dar, der der Demokratisierung des Web 2.0 erheblichen Schaden zufügt! Es geht hier nicht um gewaltverherrlichende und pornographische Bilder – dann wäre die Sache ja klar.

Spiegel Online hat in einem Artikel 5 “Lehren aus dem Flickr-Desaster” gezogen, die auf jeden Fall lesenswert sind!

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2 Comments, Comment or Ping

  1. also ich finde das schwachsinn! solange es keine gesetzeswidrigen bilder sind, macht ein verbot keinen sinn. nur weil manche menschen zu eitel sind… flickr muss aufpassen, dass es sich damit nicht seinen sinn raubt!

  2. Ich finde die Begründung von Flckr für diese Maßnahme einigermaßen inkonsistent.

    Wenn ich Flickr richtig verstehe, wird die Einschränkung mit der strengen Forenhaftung begründet, die insbesondere das LG Hamburg postuliert. Hierzu sollte man wissen, dass dieses Gericht in dieser Hinsicht eine auch nach deutschen Maßstäben sehr extreme Position vertritt.
    Im übrigen könnte Flickr mit der derzeitigen Praxis einer Forenhaftung auch nicht entgehen, da die Filter ja nicht löschen, sondern nur keine Suche nach den anstößigen Inhalten erlauben. Wer die URL kennt, kann die Bilder und zugehörigen Kommentare nach wie vor sehen.

    Außerdem geht es schließlich nicht explizit um rechtswidrige Inhalte. Kinderpornografie oder bestimmte Gewltdarstellungen sind dort eh’ nicht zugelassen. Das einzige Problemfeld sind daher Bilder, die nicht rechtswidrig, aber auch nicht jugendfrei sind. Dieses Problem ließe sich lediglich mit einer effektiven Altersverifikation lösen; die derzeitige Methode ist hierzu nicht geeignet.

    Schließlich und endlich ist die Maßnahme auch noch ineffektiv. Ich habe offensichtlich eine Yahoo-ID, die noch aus der Zeit stammt, als es kein deutsches Yahoo gab. Folglich habe ich keine deutsche ID; ich kann die “Safe Search” nach wie vor deaktivieren.

    Fazit: Eine schlecht durchdachte Aktion, die keinerlei praktischen Nutzen hat – einmal abgesehen von der Nutzerverärgerung.

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