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Windows, Linux … Flash???

Zugegeben diese Reihung klingt schon etwas merkwürdig, wenn nicht sogar provokant. Flash, mehr bekannt als Träger für Multimediainhalte auf stylischen Webseiten, mausert sich immer mehr zum großen Allrounder.
Was seit längerem gut im Videogeschäft ist (siehe youtube und Co), findet nun auch immer öfter Anwendung als eigenständige „Applikation“.

Seit Frühjahr 2007 versucht sich Magix (http://de.wikipedia.org/wiki/Magix) an der Umsetzung eines Web Desktop, genannt „mygoya“. Anfangs nur für einen kleinen Kreis verfügbar, kann sich seit einiger Zeit jeder seinen Web Desktop holen. Er dient dem Anwender als eigenständige Zentrale im Netz.
Wie bei den meisten Web Desktops (http://de.wikipedia.org/wiki/Web_Desktop) kann der Anwender unter einer Oberfläche Mails und Kontakte verwalten, Termine planen, Chaten oder IMs an Freunde schicken, Daten ablegen und mit anderen Anwendern teilen.
Magix hat dabei geschickt seine Online-Produkte mit dem Web Desktop verbunden. Vom Desktop aus hat man Zugriff auf Onlinealben, den Magix Medienmanager, einen Blog Service, usw.

Ein ähnliches Produkt, aber schon etwas länger auf dem Markt, ist „goowy“. In den Grundfunktionen ist dieser Web Desktop ähnlich aufgebaut. Die Funktionsvielfalt ist nicht ganz so umfangreich wie „mygoya“, aber durchaus sehenswert – vor allem für Freunde kleiner Flashspiele. (Tipp von http://www.web2null.de/category/desktop/ )

Was allen Web Desktops eigen ist, sind hin und wieder Performanceprobleme. Kann zum einen an der Serververfügbarkeit liegen, zum anderen auch an Kompatibilitätsproblemen des Webbrowsers.

Optisch lehnen sich Web Desktops meist an das gefällige Design einer Mac Benutzeroberfläche an.

Mal sehn was die Zukunft bringen wird. Mit immer besseren Netzen und leistungsfähigerer Hardware haben wir in Zukunft vielleicht nur noch Browsermaschinen zu Hause stehen und holen uns die benötigten Anwendungen übers Web. Wer braucht dann noch Windows und Co … ?

Screenshoot Mygoya

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8 Comments, Comment or Ping

  1. myGoya klingt für mich nach der plumpen Aufforderung auch noch das letzte Stück Eigene Dateien einem online-Mittelsmann anzuvertrauen. Wir sind doch keine blöden Zombies! Als grafischen Entwurf für einen Desktop finde ich myGoya wunderbar.

  2. Heiko

    Sehe ich ähnlich. Hört sich für den durchschnitts Windows user alles toll an. Diejenigen, die sich aber auch schonmal mehr Gedanken über die Sicherheit ihrer Daten machen werden schnell erkennen, dass diese Variante für sie keinsten Falls in Frage kommt.
    Abgesehen davon, dass Flash dermaßen langsam und imho unpassend ist, dass selbst der schnellste Rechner niemals die Geschwindigkeit eines herkömmlichen Betriebssystems erreichen kann.
    Außerdem ist eine solche Abhängigkeit vom jeweiligen Provider doch kaum zu akzeptieren ;)

    Aber nungut, der Ansatz ist auf jeden Fall interessant.

  3. Lothar Obermeier

    … jetzt muss ich mich doch mal zu Wort melden. Vorweg: ich bin bekennender Windows User und Webdesktops sind für mich zusätzliche Benutzeroberflächen, welche den heimischen Desktop bei anspruchsvollen Arbeiten nicht ersetzen können - soviel zur Provokation “Wer braucht dann noch Windows und Co …” ;-)

    Aber nun mal zu den Daten die dort gespeichert werden: Wer nutzt inzwischen nicht das Internet soweit wie möglich zu Datenablage, Filesharing, Daten-, Emailversand, usw.? Schon mal darüber nachgedacht wieviel Daten schon im Netz sind? GMX, Web.de, MySpace, Windosw Live, Flickr, Youtube, Google (in allen Variationen), BitTorent, eMule, Wordpress, Blogger … das könnte lange so weitergehen.
    Also mal ehrlich an die Kollegen von oben, nutzt ihr das Web nur zum lesen? Zu spät, ihr habt bereits Daten hinterlassen … ;-) … s.o.

  4. Natürlich habe ich Daten hinterladden, aber man Stelle sich vor man speichere alle Daten die man sonst auf seine Festplatte ablegen würde, auf einem zentralen Desktop Server. Nein Danke ;)

  5. nochmal zu den gespeicherten Daten…

    Lothar Obermeier du zählst in meinen Augen teils Freizeitbeschäftigungen im Internet auf, die dazu da sind Videos, Bilder und Meinungen zu verbreiten. 99% ist kontrolliert, uninteressant und unempfindlich. Mein Computer hier - der, auf dem ich gerade jetzt tippe - soll überhaupt nicht öffentlich einsehbar sein! die Vorstellung, daß meine Tastureingaben direkt ins Netz gestreamt werden - oder besser: ein Livevideo meines Bildschirms - wäre mir nicht recht. Ich bin deshalb noch ich, weil es keinen gibt, der anfangen würde das Gegenteil zu behaupten.

    http://www.youtube.com/watch?v=mAsLEv9KISE

    homebanking, ebay-käufe, payback, kreditkartennummern, nicknames, community-profile, chats, skype, wohnort, marktforschungsumfragen, gewinnspielkreuze, handyortung

    Auch das sind alles Spuren, die von jedem digital existieren aber nicht immer im internet hinterlasen werden oder unnötigem Zugriffsrisiko ausgesetzt sind. Die Frage bleibt offen, wer diese Daten zusammentragen darf und ob man das selber gut finden würde. Wie wertvoll wären solche sich täglich aktualisierenden Überprofile? Wer könnte daran Interesse haben diese Daten zu manipulieren?

  6. Blaze

    Wer seine Daten lieber bei Google ablegt, darf sich auch nicht sicherer fühlen.

    Eher im Gegenteil: Google ist mit Sicherheit professioneller in der Verwendung von Nutzerprofilen als es die Betreiber von diversen Online Desktops (oder wie man das auch immer nennen möchte) sind.

    Wenn ich sehe, wie viele Leute im Netz ihre Hosen runter lassen, wundert mich ohnehin nichts mehr… Da ist ein Online Desktop auch nicht weiter wild.

    Und etwas weniger Paranoia tut manchmal auch ganz gut. ;)

  7. Das trifft jetzt vielleicht nicht 100%ig eure Diskussion zum Thema Sicherheit, aber aus rein funktionaler Sicht hat sich vergangenes Wochenende Pete Cashmore von Mashable.com myGOYA zur Brust genommen.

    Sein Fazit findet ihr in diesem verweisenden Artikel im MAGIX Blog.

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