Sind Blogs überschätzt?
Inzwischen dürfte keiner mehr an den Web 2.0-Medien vorbeigekommen sein. Jeder bloggt, myspaced, podcastet, youtubed oder flickrt –das ist ja nichts Neues. Neu ist jedoch das die „Blogstudie 2007“ der Uni Leipzig und die Sekundärstudie „Weblogs und Journalismus: Konkurrenz, Ergänzung oder Integration?“ des ARD Forschungsdienstes Media Perspektiven ihre Daten veröffentlicht haben. Und weil wir im Zuge der Vorlesung ja nun intensiv bloggen sollen, dachte ich mal eine Mini Medium-Analyse vorzunehmen.
Nur 13% der Deutschen zwischen 14 und 64 nutzen die Foren, aber nur zwei Prozent häufig (vgl. wuv, 11/07). In erster Linie werden Informationen gesucht, die anderswo nicht stehen, oder man verspricht sich Insider-Tipps und Tricks. Und während die allgemeine Presse das neue Medium immer häufiger erwähnt, glauben noch 30% der Befragten spannende Alltagsthemen im klassischen Journalismus zu finden, und nur 17% trauen das den Blogs zu. Blogs würden jedoch zur Vielfalt der Meinungen beitragen und am besten die persönliche Perspektive des Autors darstellen.
Besonders authentisch scheinen Fachblogs rüber zu kommen. Nur zwei Prozent stufen sie als unglaubwürdig ein. Privaten Blogs misstrauen schon 12% und Firmenblogs ganze 26%. Und so bleibt weiter fraglich, ob der Hype in Fachkreisen auch beim User ankommt und die Nutzung steigt. Aber selbst wenn nicht: spätestens in Blogs wird darüber zu lesen sein.


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