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Wo bleibt Security 2.0?

Wo ist sie? Web 2.0 bringt user generated content aber leider keine zusätzliche Sicherheit, die im Grunde ein wichtiger paralleler Schritt wäre.

Ich will mir gar nicht die Mühe machen, auf die Sicherheitsmängel oder sexistische Aktionen der Betreiber bei StudiVZ aufmerksam zu machen. Das machen schon andere.

Der Marsch in die nächste Web-Revolution ist unaufhaltsam. Klassische Medien berichten darüber, greifen das Thema auf, diskutieren darüber. Wo aber ist bei den ganzen tollen Revolutionen die Sicherheitsrevolution geblieben? Menschen präsentieren sich im Netz wie nie zuvor. Wo man vor vier Jahren noch Angst hatte ein Foto von sich im Internet zu haben, präsentieren Frauen heute ganze Setcards ihrer privaten Fotoshootings - ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, mit einer kleinen Google- oder Telefonbuchsuche innerhalb von wenigen Minuten mit Adresse und Telefonnummer gefunden zu werden.

User generated content macht Spaß, keine Frage. Das Netz ist persönlicher, wärmer geworden. Es ist einfach toll mit seinen ganzen Freunden Fotos und Videos zu tauschen, sich in Blogs gegenseitig ins Leben zu schnüffeln und kollaboral nach der Schule oder Uni einfach weiter zu socializen. Davon kriegen die Eltern am wenigsten mit und haben es schwer Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Je jünger die Kids, desto gefährlicher. Pädophile haben es leichter denn je, denn die Kids haben mit absteigendem Alter immer weniger Sicherheitsbewusstsein. So finden sich in Myspace-Blogs 12jährige Mädels, die offen ihre Nacktfotos präsentieren. Zwar sind die wenigsten so blöd und schreiben groß ihre Adresse drunter, aber außerhalb der Myspace-Wände hinterlassen sie ebenfalls Spuren. Google Bilder sammelt sie, verknüpft a mit b und schon steht der nette Onkel am nächsten Morgen vor der Tür und holt sie auf dem Schulweg ab.

Irgendwas muss passieren, sonst passiert was!

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5 Comments, Comment or Ping

  1. Bernd_Schmitz

    Ja das ist ein ganz wichtiges Thema!!! Ich fordere auch alle User auf, nur dass von sich im Web Preis zu geben, was Sie auch fremden Menschen auf der Straße erzählen würden. Jeder muss mit seinen Daten sorgsam umgehen. Und ich hoffe das die Ermittler des BKA auch immer öfter sich im Netz ausgeben als:

    Lolita, 12 Jahre alt, sucht netten Freund (vielleicht mit Auto) der mich mal in eine große Diskothek bringen kann …. schau mal…. hier eine Aufnahme von meinem Bauchnabelpiercing ;-)

    Und dann im richtigen Moment die Pädophilen verhaften.

  2. tschulz

    sehe ich ganz genauso! Problematisch finde ich allerdings diese Denke in die Köpfe der Nutzer zu bekommen. Bei Viren etc. und wie man seinen Rechner am besten schützt, weiß mittlerweile jeder bescheid. Wenn es aber um die eigene Person geht tappen viele noch im Dunkeln. Sicherheit 2.0, könnte man mal drüber nachdenken… vielleicht ergibt sich ein interessantes Geschäftsmodell… eine Art NetNannyService. :-)

  3. NIKO_SCHROER

    Also finde das Thema ebenfalls bedenklich. Die totale Transparenz und Aufgabe der Privatssphäre ist etwas was ich auch kritisch betrachte.
    Man bedenke hierbei einfach einmal welchen zusätzlichen Gefahren davon ausgehen diese “neuen Daten” mit unseren ja fast schon “klassischen” Datenspuren wie Kreditkarten, Payback Karten, Viedeoüberwachung in Parkhäusern, Städten etc. zu kombinieren.
    Der Weg für die gläserne Gesellschaft ebnet diese sich wohl gerade selbst.

    Interssant finde ich den Ansatz meines “Vorkommentatores”, Stichwort “NetNannyService”. Noch gibt es das bewusstsein für die Gefahren zwar nicht, jedoch wird auch das früher oder später kommen, und dann mit dem richtigen Geschäftsmodell auf dem Markt zu sein …… Mit der Angst der Menschen lässt sich seit ja schon seit jeher Geld verdienen!

  4. tschulz

    @NIKO_SCHROER: Ich habe mal für einen ähnlichen Service gearbeitet und im Rahmen dieser Tätigkeit bedenkliche Seiten gemeldet. Das war allerdings während der “New Economy” (1999-2001) und die Erfahrungswerte fehlten. Ansonsten hätte das damals echt was werden können.

  1. Der Muckraker - Nov 26th, 2006

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