Web 2.0 in “der Welt”
Barclay-Brüder rüsten den „Daily-Telegraph“ für Web 2.0 auf
Bald orientieren sich die 24-Stunden News am Tagesablauf des arbeitenden Lesers. Morgens wird als erstes das Onlineangebot hochgefahren, mittags werden für die Mittagspause Vodcast angeboten und nachmittags Podcasts für die Berufspendler. Und gegen Abend muss natürlich das Printprodukt (Auflage 900.000) fertig werden.
Quelle: Die Welt, Rubrik Medien, 17.10.2006, Seite 26
“Ein zweites Mal zum Milliarden Grab?”
Der Medienmanager (ehemaliger Chef Filmstudios Paramount, Sendergruppe Fox) Barry Diller sieht in der Internetwirtschaft die Gefahr einer zweiten Spekulationsblase. Er warnt anlässlich googles Kauf der Videobörse You-Tube für 1,6 Milliarden Doller vor überhöhten Erwartungen, die sich nicht mehr mit den tatsächlichen Werten decken. Er konzentriert sich auf die Geschäftsfelder, in denen er die Werte beurteilen kann: „Wir haben uns dort verstärkt, wo wir uns auskennen“. Unter anderem kaufte er die Suchmaschine Ask.com und Cornerstone Brands, ein Onlineversandgeschäft für die Holdinggesellschaft Interactivcorp. Er rechnet sich gute Chance gegen den Suchmaschine-Riesen Google aus „Wer größer wird, wird auch angreifbarer.“ Web 2.0 beschreibt er als Naturereignis: „Es geht hier um nichts anderes als um die Evolution der Breitbandkommunikation.“ Er erkennt zwar die daraus entstehenden neuen Angebote an, sieht aber aufgrund der großteils geringen Qualität zwar eine Beeinflussung, aber keine Gefahr für etablierte Medien.
Quelle: Welt am Sonntag, Rubrik Wirtschaft Nr. 42, 15.10.2006, Seite 27


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