Bericht zum Eco Kongress 2006 “crossroads” in Köln
Writing by Bernd_Schmitz on Wednesday, 30 of August , 2006 at 10:14 am
Am 30. August findet in Köln auf dem Expogelände der Internetkongress der eco (Verband der Internetwirtschaft e.V.) statt. Ich sitze in der letzten
Reihe und kann dank W-lan live einen kurzen Bericht von diesem Kongress geben. Ich habe auch ein paar Bilder gemacht, hier die URL zu Flickr:
http://www.flickr.com/photos/76142445@N00/sets/72157594260356098/show/
Die Eröffnung machte Harald Summa, Geschäftsführer des Eco. Er begrüßte ca. 250 Gäste und stellte den neuen eco-Podcast vor. Dieser Podcast soll als neues Vereinskommunikationmedium regelmäßig informieren. Ganz im Zeichen der Web 2.0 Entwicklung wurde der ca. 7 min. Podcast gemeinsam angehört. Der Podcast soll alle zwei Wochen erhältlich sein.
Die ersten offiziellen Grußworte sprach Frau Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin der IHK Köln. Eine humuorvolle kurze Rede zum Thema Networking. Und das ganze unter der neuen gestzlichen Vorschrift der “Gleichstellungsvorschrift”. Also müssen jegliche Kommuikationen immer an Herren und Frauen gerichtet sein. Und damit der Gleichstellung-Verordnung entsprochen wird, sollte die Reihenfolge auch mal Frau, Herr sein. Selbst das über 200 Jahre alte Netzwerk “Kölsche Klüngel” fand in der Begrüßung von Slapio eine humorvolle Erwähnung.
Die Keynote hielt der Ministerialdirigent Gerold Reichle. Er schilderte die Entwicklung der Medienbranche. Teledienste, IpTV, Web, WiFi, Funkfrequenzen. Reichle berichtet über die Veränderung der gesetzlichen Anforderungen auch im Hinblick auf die Einflüsse der EU.
Ab 10.30 Uhr wird der Kongress durch den Refernten Herrn Klaus Eck (PR-Blogger) von der Fa. Econcon zum Thema Web 2.0 bereichert.
Er beginnt mit einem kleinem Rückblick der Webgeschichte und zeigt dann die aktuellen neuen Zahlen.
In Deutschland sind derzeit 250.000 Bloger gelistet. OpenBC hat 1,5 Mio User. Die Entwicklung ist rasant und Web 2.0 steht für den Aufbruch.
Die Übersicht von Jesko Arlt Web 0.5 1.0 und jetzt 2.0 zeigt die Entwicklung des Webs.
Der Schwerpunkt von Klaus Eck ist das Corporte Blogging. Viele Unternehmen und Marken erkennen die Stärken des Blogs. Beispiele sind Docmorris, Dell und andere. Die wichtigsten 100 Business-Blogs hat Klaus Eck im PrBlogger gelistet.
Interessante Fallstudien zeigen, dass Blogs die Unternehmen zum Umdenken bringen soll. Er berichtet u.a. über die Geschichte “Du bist Deutschland” mit den Auswirkungen von Jung van Matts Äußerung “Blogs sind die Klowände von Deutschland” ;-).
Zum Einstieg für Bloginteressierte erwähnt Eck die Blogsuchmaschine “Technorati.com” Diese gibt
eine gute Übersicht über die wichtigsten Blogs.
Weitere Web 2.0 Gadgets:
MySpace- in Amerika die größte Community-Plattform
Wikipedia- Dort stehen auch Geschichten von Unternehmen - Bsp.: Müssen Unternehmen auch hier für objektive Darstellung der eignen Informationen sorgen.
Spreadshirt- schnell und einfach T-Shirts branden und zur Kommunikation nutzen
Flickr- Welche Bilder gibt es zu einem speziellen Thema. Neu seit kurzen sind diesen Bilder per Geo-Referenzierung verlinkbar.
YouTube- Videoplattform wird auch schon von Unternehmen zur Kommunikationssplattform verwendet.
Qype- Eine Plattform die als “Social-Webworking-Tool” Eine Platform für Empfehlungen von Locations.
Social Bookmarkdienste- del.icio.us / Mister Wong
Klaus Eck veranstaltet regelmäßig den Workshop Nextperts - regelmäßig in München für alle Web 2.0 Interessierten. Er kündigt diese Veranstaltung per Beitrag im Blog an. Einladung in Open BC. Er schildert wie sich Veranstaltungen mit Web 2.0 Techniken vermarkten und organisiern lassen - Eindruckvoll und einfach. Bilder in Flickr, Videos bei Youtube, viele Kritiken der Veranstaltungen in Technorati.com usw. Web 2.0 bietet bei solchen events Veränderung der in Form webbasierten 2.0 Kommunikation. Klaus Eck zeigt welche technischen Innovationen des Web für die Kommunikation von Unternehmen relevant sind.
Anschließend wurden Fragen gestellt. Ein Besucher (scheinbar ein Web 1.0-Freak) fragte: Das ganze Thema sei doch ein Grund für die Reizüberflutung des Internet….tss… Eck erklärte mehrfach, dass sich durch Blogs und andere Web 2.0 Techniken eher die Informationen besser eingrenzen und filtern lassen. Der Besucher hat es scheinbar nicht verstanden.
Klaus Eck - eine echte Größe in der deutschen Corporate Blogger Szene. Ein spannender Vortrag und voll mit Informationen.
Interessant nur, das scheinbar nur ein Teil des angeblichen “Fachpublikums” die zukünfitig wichtige Relevanz von diesem Thema verstanden haben.
Der nächste Vortrag wurde von Jörg Stucker (namics) zum Thema “So hat Ihr Webangebot die Suchmaschinen im Griff - ohne Geld.
Was heißt relevant?
Stucker erläutert dies anhand der Suche des Begriffs Läufer? Google oder Wikipedia… Der Begriff Läufer steht für viele unterschiedliche Bedeutungen. Was ist also dann Relevanz?
Es beginnt mit der “richtigen” Schreibweise. Alleine 598 Varianten zu den Schreibweisen von Britney Spears kennt Google. Also liebe Webredakteure, passt Eure Sprache an die der User an… (eigentlich logisch).
Durch Webblogs werden Seiten gefunden, die verlinkt sind. Es kann sogar sein, dass die entsprechend verlinkte Website, mit dem eigentlichen Inhalt nichts zu tun hat.
Die Referenzierung von Content hat bei Suchmaschinen verschiedene Stufen:
1. Stufe ist der entsprechende Inhalt der Website
2. Die Häufigkeit der verlinkten Websites die auf die Website zeigen
3. Das Linkverhalten der User
4. Die Präferenzen des jeweiligen Users
Diese Informationen versuchen die Suchmaschinen über Desktoptools, Google Analytics und Usergenerated Content zu qualifizieren. Beispielsweise Yahoo versucht über Bookmarkdatenbanken und Friendsdateien die Suchpräferenzen des jeweiligen Users zu analysieren.
Es geht um die aktuelle Entwicklung der Suchmaschinensichtweise: Die nicht unbedingt für Qualität sorgt, aber Ternd sein wird.: Weg von der Relevanz, hin zur Popularität bei Suchmaschinen. um also ein hohes Ranking zu erreichen, kann nicht mehr auf Popularität verzichtet werden und das Thema Relevanz wird sekundärer
Der wichtigste Tipps zur Suchmaschinenoptimierung: Aktuelle Informationen die für Suchmaschinen gut lesbar (crawlbar) sind.
Interessante “Content-”Blogs und eine offene Kommunikations können Grund für eine höhere Linkanzahl sein und sind damit “second Step”-Maßnahmen zur Verbesserung der Suchmaschinenattraktivität
Danke für den guten Vortrag zur Suchmaschinenrelvanz. Das Thema Web 2.0 ist auch für die Suchmaschinenwichtigkeit sehr ausschlaggebend.
Der nächste Vortag wurde von Herrn Marc Schmidt (FreshInfo) zum Thema Corporate Podcasting referiert.
Einen umfassenden Überblick zu dem Thema Podcasting als Kommunikationskanal für Unternehmen.
Ebay, Mercedes, IBM, Kreissparkasse bieten regelmäßige Podcasts zur Kundenbindung und Imagesteigerung an.
Welche Geschäftsmodelle sich tatsächlich mit Podcast abbilden lassen, ist nicht endgültig zu klären und wird in Zukunft sich noch zeigen.
Schmidt sieht in Podcasts für Unternehmen in erster Linie ein Kommunikationsmedium zur Kundenbindung und keine direkte Einnahmequelle. Privat Podcasts können sich nur über evtl. Werbeeinnahmen finanzieren
Die Kosten für einen wöchentlichen Podcast mit professionellen Sprecher und Musik beziffert Schmidt mit ca. 1000 Euro Produktionskosten. Mehrkosten entstehen durch Feedbackfunktionen. Diese Feedbacks müssen redaktionell Bearbeitet werden.
Das gute Mittgaessen wurde für ein gutes Networking genutzt. Ich habe den Vormittag genossen und anschließend die beiden ersten Redner mit dem Wagen zum Hauptbahnhof und zum Flughafen KölnBonn gebracht.
Comments (7)
Category: Multimedia, web2
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