Der Saatkorn hat über den Bayer Recruiting Song geblogt
Danke sage ich
Danke sage ich
In der Euronews Sendung The Network kommen je Folge drei Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Ansichten und Standpunkten zu Wort.
In Folge 19 erhalten drei Angehörige der Generation Y die Gelegenheit zu erläutern, wie sie die Welt verändern wollen.
Ein kurzer aber interessanter Einblick:

Social Media Monitoring ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiges Thema. Für Unternehmen wie Privatleute wird Reputation Management immer wichtiger. Mitreden kann immer nur der, der auch weiß, was gesprochen wird. Das gilt für Inhalte im Allgemeinen und für Unterhaltungen über die eigene Marke im Speziellen.
Bei einer meiner Surftouren bin ich auf das Wiki medienbewachen.de – eine Initiative von Twingly – gestoßen.
Das Wiki beschäftigt sich mit dem Thema Social Media Monitoring und bietet zunächst eine interessante Übersicht für alle verzweifelt suchenden. Hier gibt es eine Fülle von Anbietern, die jeweils in eigenen Artikeln ausführlich beschrieben werden.
Außerdem bietet das Wiki im “Gemeinschaftsportal” die Möglichkeit, weitere Seiten, Blogposts Artikelsammlungen, Veranstaltungen u.v.m. einzutragen / abzurufen.
Alles in allem ein wirklich nützliches Werkzeug, für alle die sich tagtäglich mit Social Media und Monitoring beschäftigen (müssen).
Die Frage ob schlechte Werbung, die durch viele negative Kommentare eine hohe Aufmerksamkeit erzeugt, damit zur Erfolgskampagne wird ist immer wieder umstritten. Dies muss differenziert gesehen werden und unter Berücksichtigung der Marketingziele (Reichweite oder Image)
Aber das Dachdecker Video der Dachdeckerinnung Oberschwaben mit dem Namen “Doing Doing” ist absolut nicht mein Fall. Zwar wird Aufmerksamkeit mit dem Video erzeugt, aber zur positiven Aufmerksamkeit reicht es lange nicht.
Gewünschte Viralität ist leider oft ein Ziel, bei dem der Inhalt und die Botschaft stark an Qualität verliert. Sollte sich jemand nach diesem Video angeregt fühlen ein Dachdecker werden zu wollen, wird dieser sich sicher danach anderen “seriösen” Stellen informieren und anschließend seine Entscheidung treffen.
Aber die Witze sind mir zu platt und das ganze zu Sexistisch. (und wo bleibt bei dem Video die Diversität? – gerade die Dachdeckerausbildung ist Männerdominiert)
Das für mich einzig Positive ist, dass die Macher scheinbar nicht an SEO dachten und aufgrund des Videonamens die User, die bsp. nach “Dachdecker Beruf” nach seriösen Inhalten suchen, dieses Video nicht auf Anhieb finden. Zum Glück….
Auf Youtube wurde von BMW wieder ein Video veröffentlicht, was einen ganz besonderen Tag im Leben von 7 Auszubildenden der BMW Group zeigt – sie durften die 7 Vorstände der BMW Group bei der Weltpremiere des neuen BMW 3er persönlich kennenlernen und vom BMW Werk in die BMW Welt fahren. Teilweise wurde verwackelte mit professionellen Aufnahmen der Unternehmenskommunikation kombiniert. Entstanden ist ein tolles Video. http://www.youtube.com/watch?v=JU6q7m8609I
Dass das Video ist etwas länger als Üblich, aber ich denke das damit den Azubis eine Erinnerung geboten wird, die nicht so kurz ist.
Mich würde interessieren wie die Auswahl der Azubis zustande kam. Aber die 7 werden ihr Leben lang BMW lieben für dieses Erlebnis und ganz sicher jedem der es will (oder auch nicht) von seinem Arbeitgeber vorschwärmen!
Klasse BMW-Karriereteam – gut gemacht.
P.S. Das Auto gefällt mir by the way auch ganz gut….
Seit ein paar Tagen bietet Facebook Seitenbetreibern ein neues Feature zum Messen der Interaktion mit seinen Fans an.
Die neue, öffentlich einsehbare Zahl heißt “people talking about” oder zu deutsch “unterhalten sich darüber”. Zu finden ist sie direkt unter der Anzahl der Likes auf den Fanpages.
Thomas Hutter hat hier ganz gut zusammengefasst, welche Faktoren aus den letzten 7 Tagen in die Statistik mit einfliessen:
Auf Basis der von Wollmilchsau ermittelten 20 größten Facebook Recruiting Fanpages, hier nun mal, wie der Index aussehen würde, wenn der Stärkegrad der Unterhaltungen für das Ranking (und nicht die reine Anzahl der Fans) ausschlaggebend wäre. Da ergibt sich durchaus ein interessantes Bild…
Karlheinz arbeitet in meiner Abteilung. Er ist “Head of Veranstaltungen”. Mit meinen lieben Kollegen und gaaaaaaanz vielen Helfern haben wir in monatelanger Arbeit uns eine Überraschung zu seinem 40. Firmenjubiläum ausgedacht. Es war eine große Herausforderung, den Karlheinz ins Kasino (das ist das große Mitarbeiterrestaurant von Bayer) zu lootsen, denn er findet die Atmosphäre da nicht besonders toll. Aber da dort zur Mittagszeit an die 1.600 Bayerkollegen essen, eignet sich dieser Ort hervorragend um einen Flashmob zu veranstalten.
Die nächste Herausforderung war die Musik…. Aber Bayer hat so viele tolle Mitarbeiter…. Also hat ein Kollege (Peter Hosking) mal eben den Song komponiert … Der Text dazu war sein Vorschlag und wir haben den auch so verwendet… By the way (kleiner Exkurs): Der Song ist im Original 4 Minuten und hat 2 Strophen. Wir werden den kompletten Song noch mit einen großen Anzahl von unterschiedlichen Mitarbeitern neu aufnehmen. Zur Zeit casten wir weitere Instrumente… und da Karlheinz selber toll Gitarre spielt, wird er die E-Gitarre klingen lassen…. und als Bassist wird Matthias Moritz spielen
Yeah —- Er ist übrigens der CIO von Bayer HealthCare … Aber ich komme vom Thema ab…
Am meisten hat sich meine Kollegin Sarah Kerimis (sie betreut in unserer Abteilung das Media- und Video-Management) einen Lob verdient, denn sie hat viel geübt um den Song in der Qualität zu singen…. und es ist ein Ohrwurm geworden.
Dann die vielen Helfer und Unterstützer. Es waren mehr als 200 an dem Tag dabei. In Summe schätze ich das mindestens 400 Personen vorher informiert waren und niemand hat gepetzt. Das war so ein wenig meine Sorge, dass Karlheinz das vorher erfährt… Aber es hat funktionert… Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.
Bei den vorherigen Organisation, Proben, Abstimmung mussten wir Abteilungsintern verdammt aufpassen, denn wir haben normalerweise keine Geheimnisse voreinander. Wir pflegen eine ganz offene und vertrauensvolle Kommunikationskultur. Jeder kann z.B. meine Mails lesen (auch Karlheinz) und so waren wir genötigt ganz andere, neue Kommunikationswege zu finden. Wer es wissen will: *Wir haben in Summe genau 1 Jahr von der Idee bis zum Flash gehabt, um das Projekt um zu setzten.*
So und jetzt alle mal klatschen:
hier das Video:
ein Kommentar von Karlheinz zum Video:

Was gefällt und was nicht, ist Geschmackssache. Jeder hat seine eigene Meinung. Das ist auch gut so. Und doch hat sich etwas verändert. Machte man früher schlechte Erfahrungen oder fand etwas nicht so toll, erzählte man vielleicht Freunden und Verwandten davon. Heute sind wir alle vernetzt. Schmeckt die Pizza nicht oder ist das Urlaubshotel dreckig, kann ich diese Information ruckzuck verbreiten. Oft ist das hilfreich. Schwierig wird es jedoch, wenn sich eine Gruppe von Leuten zusammenschließt und sich gegen etwas verbündet.
Shitstorm. Das ist die Bezeichnung für genau dieses Phänomen. Webseiten werden mit einem Schwall negativer Kommentare überhäuft, die oft ins Unsachliche abdriften. Dieser „Sturm“ richtet sich in den meisten Fällen weniger gegen einzelne Personen als gegen Unternehmen. Oft werden dann Kampagnen, Aktionen oder einzelne Produkte kritisiert.
Wer den Unmut der Internetnutzer auf sich zieht, für den kann sich durch die negativen Kommentare ein echter Imageschaden entwickeln. So erging es beispielsweise der Firma Henkel, die einen Wettbewerb zur Gestaltung der Flasche des Spülmittels Pril ausrief. Jeder konnte Vorschläge einreichen und für die Designs abstimmen. Am Ende wählte Henkel nicht die Ideen aus, die die Leser auf die vordersten Plätze gewählt hatten. Das Unternehmen wurde von der Internetgemeinde mit großer Häme überzogen und anschließend auch von den Medien. Anschaulich ist auch das Beispiel Nestlé. Greenpeace stellte fest, dass für eine Zutat des Schokoriegels Kitkat der Lebensraum von Orang-Utans zerstört wurde. Nestlé sah sich veranlasst eine große Kampagne zu investieren, um sich von dem Imageschaden zu erholen.
Doch die negativen Kommentare beziehen sich nicht nur auf Produkte. Auch im Personalmarketing – genauer beim Recruiting – gibt es Fälle von „Kommentarstürmen“. Ein aktuelles Beispiel liefert die BMW Group. Der Automobilhersteller hatte ein Video veröffentlicht. Es soll Studenten dazu animieren, ein Praktikum bei BMW zu machen. Ein „echter“ Praktikant und ein Trainee von BMW rappten in dem Video „Steh auf und komm zu BMW“. Ein Flop. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Video, das bei Youtube zu sehen war, von Hunderten von Usern bewertet. Und zwar nicht positiv. „Marketing-Gau des Jahres“, „peinlich… super peinlich“ oder „damit ist BMW bei mir unten durch“ sind nur einige der Kommentare. Es ist nicht leicht, das Thema Personalmarketing ins Netz zu verlagern, die Karriere online zu planen. Das zeigt auch das Beispiel der Deutschen Flugsicherung. Auf der Facebook-Seite wurde ein Recruiting-Video veröffentlicht, dass die Besucher mit zahlreichen negativen Kommentaren versahen.
Warum? Und vor allem, was kann man dagegen tun? Und wie viel muss man eigentlich dagegen tun? Man könnte es doch auch anders wenden. Nämlich: Seid froh, es interessiert sich jemand für euch! Wenn die Nutzer bzw. Leser so deutlich und empfindlich auf etwas reagieren, spricht das nicht auch dafür, dass Ihnen die Marke oder das Unternehmen gefällt? Vielleicht wünschen Sie sich einfach nur, ein wenig mitbestimmen zu können? Vielleicht wollen sie signalisieren: Dieses Mal sind wir nicht einverstanden. Aber wir würden es gerne beim nächsten Mal wieder sein.
Was nun? Unternehmen unter Zugzwang
Dennoch bleibt die Frage, wie Unternehmen auf die Flut negativer Kommentare reagieren sollen? Das ist nicht einfach. Werden Informationen aus dem Netz genommen, kann ein sogenannter Streisand-Effekt einsetzen. Internetnutzer verbreiten die Inhalte auf anderen Webseiten oder in Foren. Dies hat oft den genau gegenteiligen Effekt: die Entrüstung wird neu angefacht. Reagiert man nicht, fühlen sich die Kommentatoren in ihrer Meinung bestärkt. Frei nach dem Motto: „Unsere Meinung interessiert die nicht.“ – genau wie im Fall von Pril.
Wie so vieles im World Wide Web haben die Kommentare ihre Vor- und ihre Nachteile. Es ist toll, dass jeder die Möglichkeit hat, seine Meinung zu äußern. Es ist gut, dass einzelne Personen oder Gruppen etwas bewegen können. Gleichzeitig ist es beindruckend, ja fast ein wenig unheimlich, wieviel Macht von der anonymen Masse ausgehen kann. Internetnutzer sind schwer zu kontrollieren. Und genau da liegt auch für die meisten Unternehmen das Problem. Sie betreten schlicht und einfach unbekanntes – unkontrollierbares –Terrain.
Unternehmen sollten von vorneherein wissen, dass im Netz nicht alles plan- und noch viel weniger kontrollierbar ist. Eine mögliche Antwort könnte sein: so offen und authentisch wie möglich zu kommunizieren. Das honorieren bestimmt auch die Nutzer. Denn wer will schon PR-Sprache und Hochglanzbroschüre rund um die Uhr?
Ist ein Shitstorm nicht auch eine Art Machtspiel? Internetnutzer, Mitglieder in sozialen Netzwerken verabreden sich. Es entstehen flashmob-artige Bewegungen im Netz. Die Zugangsbarriere für das Internet ist niedrig. Ein Kommentar ist eine Sache von Sekunden. Ein Klick und man hat sich verewigt. Vielleicht äußern sich deshalb viele „einfach nur so“, ohne genauen Einblick zu haben oder besonders involviert zu sein. Hinzukommt, dass oftmals die Tendenz dahin geht, eher negativ zu kommentieren, als zu loben oder begeistert seine Meinung zu äußern.
Noch fehlt vielleicht eine natürliche Regulierung im Netz. Vielleicht müssen wir alle noch lernen, wie man mit bestimmten Phänomenen im Netz umgeht. Die Interaktion von Konzernen mit den Usern im Netz wird in Zukunft noch wichtiger werden. Nur so können alle – vor allem Jüngere – erreicht werden. Wenn sowohl Konzerne als auch Internetnutzer etwas davon haben wollen, müssen sich die Unternehmen an die „Anarchie“ und „Freiheit“ des Netzes gewöhnen. Und für die Surfer gilt: „Seid nicht zu streng, nutzt die Chance, euch auszutauschen und äußert konstruktive Kritik.“ So haben alle etwas davon.
Nachtrag: so sehen die 152 Kommentare zum BMW Video Praktikanten-Rap als Tagcloud aus:
Alle twittern, facebooken, xingen um die Wette. Nur die, die man in sozialen Netzwerken vermutet, haben keine Lust darauf? Was den Job angeht, ja. Zumindest legen Studien dies nah, über die Spiegel Online und Financial Times Deutschland berichten. Demnach suchen die meisten Uniabsolventen online nach Jobs – können sich aber mit Facebook und Co als Jobvermittler nicht so recht anfreunden. Sie bevorzugen nach wie vor klassische Wege: Karriere-Homepages der Unternehmen, Anzeigen, Jobmessen, Vorträge an Unis. Das legt natürlich die Frage nah: Ist das eine Trendwende, oder war Social Media nie ein Trend bei der Karriereplanung?
Financial Times Deutschland berichtet von der Studie des MarktforschungsinstitutsPotential Park. 3.000 deutsche Studenten und Absolventen wurden gefragt, in welchem Maße sie das Internet für Bewerbungszwecke nutzen. Ein Großteil der Bewerber informiert sich auf den Internetseiten der Unternehmen. Für 90 Prozent der Befragten sei die Stellensuche allerdings überhaupt erst der Grund, eine Firmenwebseite aufzurufen. Sprich: Ohne konkreten Anlass surft kein Absolvent über die Seiten bestimmter Konzerne. Unter den Top 10 der beliebtesten Karrierewebseiten sind drei deutsche Unternehmen: Allianz, Bertelsmann und BASF. Bayer sucht man dort bisher vergebens.
Das Onlinebewerbungsverfahren wirke auf die meisten Bewerber eher abschreckend als praktisch. Viele glauben anscheinend, dass Onlinebewerbungen sowieso von den Personalern der Unternehmen nicht gelesen würden. Die meisten bemängeln außerdem, dass die Eingabe der Daten und das Hochladen der Lebensläufe sehr umständlich seien. Sie hegen die Vermutung, dass niemand Onlinebewerbungen lesen würde. Diese Studie zeigt aber auch, dass Bewerber es schätzen, auf einer möglichst persönlich gestalteten Webseite direkt vom Arbeitgeber angesprochen zu werden. Ein Ansprechpartner, möglichst mit Kontaktdaten, steht hoch im Kurs.
Und auch zwei weitere Studien (http://www.market-team.org/national/ undhttp://www.mtp.org/mtp-site/rehopa/gssb.nsf/%28ynDK_ContentByKey%29/JFRG-7DES9N), über die Spiegel Online berichtet, stellen die Absolventen als Social Media-Muffel dar. 600 Studenten wurden befragt. Das Ergebnis: Bewerber bevorzugen den direkten Kontakt, 80 Prozent der Befragten Workshops und Vorträge an der Uni. Für 57 Prozent sind Firmenkontaktmessen die beste Möglichkeit, zukünftige Arbeitgeber kennenzulernen. Mit 51 Prozent stehen auch Recruiting-Veranstaltungen und Stände auf dem Campus (47 Prozent) bei den Studenten hoch im Kurs. Lediglich 23 Prozent finden Anzeigen in Sozialen Netzwerken gut. Dies ist erstaunlich, da rund 90 Prozent der Befragten ein Facebook-Profil besitzen.
Das ist ein interessantes Phänomen. Einerseits sind wir immer vernetzter, immer online und twittern, bloggen, smsen wie die Wilden. Und andererseits nun die Forderung nach persönlichen Kontakten. Was ist los? Die Abkehr von „immer schneller, immer mehr“? Wieder mehr offline, mehr Geduld und mehr Langeweile? Unbestritten ist, dass kein Post und kein Chat dieser vernetzten Welt ein persönliches Gespräch toppen können. Genauso klar ist auch, dass Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg in erster Linie Geld verdienen will, wenn er seine schöne neue Netzwelt anpreist. Vielleicht wollen auch die Financial Times Deutschland und Spiegel Online ihre Haut retten, wenn sie postulieren: Facebook bringt nichts für die Jobsuche. Denn auch sie sind in erster Linie darauf angewiesen, Geld zu verdienen – und zwar mit Anzeigen.
Vielleicht spielt auch die Art und Weise wie die Fragen in den Studien gestellt wurden eine Rolle. Denn das hat einen enormen Einfluss auf die Antworten und somit auf das Ergebnis. Wenn man es auf die Spitze treibt, könnte ein und dieselbe Frage in verschiedenen Befragungen so aussehen: “Wollen Sie sich in einem privaten Social Network, wie Facebook, mit potentiellen Arbeitgebern vernetzten, so dass dieser alle persönlichen Informationen sehen kann?” Oder aber: “Spricht etwas dagegen, auch in Facebook Informationen über Unternehmen abrufen zu können und bei Bedarf direkt Fragen an Unternehmensvertreter zu stellen, ohne das hier persönliche Daten bei bekannt werden?” Die meisten Absolventen werden die erste Frage wohl mit einem klaren “Nein” beantworten. Woraufhin die zweite Frage sehr positiv formuliert ist – und so wird die Antwort wahrscheinlich viel öfter “Ja” lauten.
Genauso klar ist aber auch, dass das Internet eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben spielt. Mittlerweile ist für die meisten der Alltag ohne das World Wide Web nicht mehr vorstellbar. Und auch an der Schnittstelle zwischen Uni und Job wird das Internet zunehmend wichtiger. Die Frage ist: Sind die Studenten noch nicht so weit? Das würde mich sehr wundern. Denn ich erlebe Tag täglich etwas anderes. Der Bayer-Karriereblog und die Facebook haben regen Zulauf und Absolventen sowie Bewerber beteiligen sich munter an den Diskussionen.
Und eins sollte auch klar sein: Unternehmen möchten so viele Bewerber und Absolventen wie möglich persönlich kennenlernen und sich mit Ihnen austauschen. Allerdings ist es schlicht unmöglich, jedes Mal Hunderte von Bewerbern einzuladen. Sowohl zeitlich als auch finanziell. Natürlich ist für Konzerne die Ansprache über Xing oder Facebook effizienter und kostengünstiger. Es ist aber auch eine gute Möglichkeit, Absolventen und allen, die sich für ein Unternehmen interessieren, einen authentischen ersten Eindruck zu geben. Mitarbeiter berichten von ihrer Arbeit, es gibt Videos von Veranstaltungen und vor allem: Antworten auf die drängendsten Fragen. Dies ist die Chance, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken und zu merken, ob der „Verein“ bei dem sich da bewerben will, einem überhaupt gefällt.
Noch gibt es kein Patentrezept. Die Zeitenwende ist aber da, und die Chancen der sozialen Medien überwiegen. Für das Privatleben würden die meisten das wohl bestätigen – man findet alte Bekannte wieder, bleibt mit Freunden in Übersee in Kontakt, tauscht sich aus. Genauso werden die sozialen Netzwerke auch für den Job immer wichtiger. Davon bin ich überzeugt. Und für jeden wird es einen Job geben – auch für die Social Media-Verweigerer. Nur müssen sie sich vielleicht länger gedulden.
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